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Kindernachrichten

11. Dezember 2017 | 05:18 Uhr

Gesundheit : Krabbeln auf dem Kopf

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sie sind klein, sie sind nervig und sie ernähren sich von unserem Blut: Kopfläuse! Jeder kann sie bekommen.

shz.de von
erstellt am 16.Okt.2014 | 01:04 Uhr

Es kribbelt und juckt. Ständig will man sich am Kopf kratzen. Wenn das der Fall ist, kann das folgenden Grund haben: Auf dem Kopf sind Kopfläuse eingezogen!

Die Tierchen mit den sechs Beinen können uns das Leben ganz schön schwer machen. Denn wenn sie es sich erst einmal auf unserem Kopf gemütlich gemacht haben, wollen sie freiwillig nicht mehr so schnell weg.

„Kopfläuse sind aber keine Krankheit. So wie zum Beispiel Windpocken“, erklärt der Fachmann Michael Forßbohm. Er arbeitet in der Stadt Wiesbaden im Bundesland Hessen. Er beschäftigt sich schon viele Jahre mit den nervigen Tierchen. Kopfläuse sind Insekten. Wer sie hat, ist also von Insekten befallen. Das kann jeden treffen! Es hat nichts damit zu tun, wie oft man sich die Haare wäscht oder wie oft man Staub saugt.

„Viele Leute denken immer noch, Kopfläuse hätten etwas mit Schmutz zu tun. Aber das ist blanker Unfug“, sagt Michael Forßbohm. Man braucht sich für Kopfläuse nicht zu schämen. Sondern man muss ganz offen darüber reden – und anderen Bescheid geben. Zum Beispiel den Freunden oder Klassenkameraden, sagt der Experte. Denn sonst breiten sich die Läuse immer weiter aus. Kopfläuse sind deshalb meldepflichtig. Das bedeutet, man muss im Kindergarten oder in der Schule auf jeden Fall Bescheid sagen. Die Schule zum Beispiel muss das dann wiederum an das Gesundheitsamt weitergeben.

Doch wie bekommt man eigentlich Kopfläuse? Die winzigen Tiere können weder fliegen noch springen. Aber sie können superschnell krabbeln! Wenn wir zum Beispiel die Köpfe zusammenstecken, uns umarmen oder raufen, dann krabbeln die Tiere von einem Haar zum anderen. Schwups, schon hat man die Läuse auf dem Kopf.

An langen Haaren können die Läuse besonders gut klettern. Deshalb empfiehlt der Experte, lange Haare zusammenzubinden oder zu flechten, sobald in der Klasse Kopfläuse auftauchen.

Die Tierchen haben es auf unser Blut abgesehen. Davon ernähren sie sich. Mit ihrem Stechrüssel saugen sie mehrmals täglich einige Milligramm Blut aus der Kopfhaut. Dabei spritzen die Kopfläuse ein wenig Speichel in die Wunde. In diesem ist ein bestimmter Stoff enthalten, der die Stelle betäubt. Deshalb bemerken wir den Biss zuerst nicht. Erst später beginnt die Stelle zu jucken – und wir müssen uns am Kopf kratzen.

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