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Menschenskinder : Kinder im Flüchtlingslager erzählen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

VON SONNTAG

Tre ist zehn Jahre alt. Eigentlich lebt das Mädchen im Land Irak. Doch seit mehreren Wochen ist es auf der Flucht. Tre und ihre Familie wollen nach Deutschland.

„Wir sind 25 Tage unterwegs und ich bin müde“, erzählte sie vor einigen Tagen einem Reporter in einem Flüchtlingslager. „Ich habe unter freiem Himmel geschlafen, auf der Straße.“ Ein Stück mussten sie auch mit einem Boot zurücklegen. „Auf dem Meer habe ich mich gefürchtet“, sagte Tre.

Wie viele andere Flüchtlinge, die sich auf den Weg nach Europa machen, erreichte das Mädchen vor Kurzem eines der Flüchtlingslager. Es ist in Idomeni in Griechenland. Dort stecken gerade Tausende Menschen fest: Sie dürfen nicht über die Grenze ins Land Mazedonien. Denn Mazedonien lässt gerade nur sehr wenige Flüchtende über die Grenze.

Für die Menschen ist das eine sehr schwierige Situation: Sie übernachten in Zelten am Zaun und sind auf Essen von Helfern angewiesen.

Auch der 16-jährige Ahmad ist in den Stau in Idomeni geraten. Mehrere Tage hingen er und seine Familie fest. In seiner Heimat Irak träumte er davon, später einmal als Ingenieur zu arbeiten. „Und das möchte ich noch immer“, erzählte er. „Ich gehe überall hin“, sagte Ahmad. „An jeden Ort, an dem es sicher ist und an dem wir ein gutes Leben haben können.“

Gerade treffen sich wichtige Politiker in Brüssel, um über Flüchtende zu sprechen. Solche großen Treffen gab es schon oft. Auch unsere Bundeskanzlerin Angela Merkel ist dabei – genauso wie andere Länderchefs.

Dieses Mal stehen besondere Gespräche mit dem Land Türkei an. Denn viele Flüchtlinge, die in Länder wie Deutschland wollen, kommen auf ihrer Flucht durch die Türkei. Bei dem Treffen wird unter anderem über Geld gesprochen, um die Flüchtenden dort besser versorgen zu können. Denn einige Politiker hoffen: Geht es den Flüchtlingen in der Türkei besser, wollen sie vielleicht nicht weiterreisen.

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erstellt am 08.Mär.2016 | 01:56 Uhr

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