Kultur : Violine und Möhrenflöte

Einfach schön ist das Musikfest-Gelände auf Gut Wotersen. Deshalb bringen sich viele Familien einen Picknickkorb mit, und machen es sich zwischen den Konzerten gemütlich.
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Einfach schön ist das Musikfest-Gelände auf Gut Wotersen. Deshalb bringen sich viele Familien einen Picknickkorb mit, und machen es sich zwischen den Konzerten gemütlich.

Kina-Reporterin Linda (11) war am Wochenende beim Kindermusikfest in Wotersen dabei.

shz.de von
13. Juli 2015, 01:29 Uhr

Das Kindermusikfest auf dem Land findet jedes Jahr als Teil des Schleswig-Holstein Musikfestivals auf Gut Wotersen statt. Diesmal waren zwei Bands dabei. „Joely und Oliver“ sind Tochter und Vater. Als Joely fünf Jahre alt war, haben die beiden ihre erste gemeinsame CD aufgenommen. Das ist 16 Jahre her, aber es macht den beiden so viel Spaß, dass sie immer noch gemeinsam Musik für Kinder machen.

„Die Blindfische“ sind drei Männer, die Bass, Gitarre und Schlagzeug spielen und singen. Die Band gibt es schon seit 23 Jahren. Sie treten ausschließlich für Kinder auf, und lassen sie auch mitmachen. Sie heißen „Die Blindfische“, weil Blindfisch in einigen Regionen verplant oder verpeilt heißt. Das bedeutet, dass viel durcheinander gerät. Dazu passt auch die Musik, die der neue Schlagzeuger macht, denn er kann gut Beatboxen, ein technischer Trick, bei dem die Musik bunt durcheinander gemischt wird.

Auf dem Kindermusikfest gibt es aber nicht nur Konzerte, sondern auch jede Menge Mitmachangebote wie die Kindermusikwerkstatt, in der zwei Frauen einen Trommel-Workshop angeboten haben.

In der Instrumentenwerkstatt konnte man mit Lebensmitteln und Gebrauchsgegenständen vier verschiedene Instrumente bauen. Besonders beliebt war die Möhrenflöte. Man braucht dafür einfach nur eine Möhre, in die man dann ein paar Löcher bohrt. Der Klopapier-Shaker ist eine Art Rassel aus einer Klopapierrolle, etwas Reis, Alufolie, damit man die oberen Enden abdecken kann, und einer Pappe zum verschönern. Um ein Tamburin zu bauen, benötigt man zwei Pappteller, Kronkorken und ein bisschen Draht, um die Kronkorken an den Tellern zu befestigen. Außerdem konnte man noch die Kronkorken-Rassel aus Draht und Nudeln bauen.

An der Station des Klingenden Museums aus Hamburg konnte man Instrumente ausprobieren. Es gab eine Harfe, ein Cello und verschiedene Geigen und Bratschen. Sogar die ganz kleinen Kinder konnten schon das Geige spielen ausprobieren.

Viele Familien haben sich selbst Dinge für ein Picknick mitgebracht. Sie konnten auf der Wiese oder an Tischen picknicken.

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