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Besuch im Tierpark Gettorf : Tiere in Zoos: Wie artgerecht ist die Haltung?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Kina-Reporter von shz.de besuchten den Tierpark Gettorf und hinterfragten, ob die Tierhaltung artgerecht ist.

shz.de von
erstellt am 17.Okt.2017 | 19:18 Uhr

Für viele ist ein Ausflug in den Zoo ein Riesenspaß. Doch wenige denken daran, wie es den Tieren geht. Wir, die Kina-Reporter, haben mit zwei Personen gesprochen und uns beide Seiten angehört.

 

Dr. Gabriele Ismer arbeitet im Tierpark Gettorf und hat uns dort herum geführt. Währenddessen haben wir sie über den Zoo und die Tierhaltung befragt und viel herausgefunden. Zum Beispiel, dass die Tiere kein Wildfang, sondern Zoogeburten sind. Außerdem soll der Zoo zur Artenerhaltung beitragen. Ein Beispiel dafür sind die Schopfmakaken, eine Affenart die es vermutlich ohne den Tierpark Gettorf und andere Zoos nicht mehr gäbe. Bald bekommen die Affen ein neues, größeres Gehege. Eine unserer Fragen war, ob die Tiere durch die Besucher gestresst sind? „Nein. Für die Tiere gehören wir Menschen hier zu ihrer natürlichen Umgebung“, erklärt Dr. Ismer.

Es gibt aber auch eine andere Ansicht zum Thema Zootierhaltung. Dazu unterhielten wir uns mit Dr. Yvonne Würz. Sie ist im Tierschutzverband Peta Deutschland in dem Bereich Zoo und Zirkustierhaltung aktiv. Dr. Würz findet, dass Zoos Gefängnisse für Tiere sind, und dass sie nicht zur Artenerhaltung beitragen. Den Tieren würden ihre natürlichen Verhaltensweisen abgewöhnt und ihr soziales Leben leidet, meint sie. Einigen Vögeln würden zum Beispiel die Flügel gestutzt, damit sie nicht mehr fliegen können. Außerdem werden die Tiere in Zoos nie ausgewildert, obwohl es gesagt wird.

Auswildern ist aber für die meisten Zootiere auch keine Lösung. Die Tiere sind die Wildnis nicht gewöhnt und es würde oft Jahre dauern, bis sie gelernt haben, dort zu leben. Im Zoo sind sie daran gewöhnt, Futter zu bekommen und sie werden vor Feinden und Krankheiten geschützt. Dr. Ismer und ihr Team bemühen sich sehr, dass es den Tieren gut geht. Was die Tiere besser finden, können wir sie nicht fragen.

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