Sport : Oke rollt übers Fußballfeld

Beim Rolli-Fußball muss der Ball etwas größer sein, damit er sich nicht unter den Rollstühlen von Oke (von links), Matthias und Thea verklemmt.
Beim Rolli-Fußball muss der Ball etwas größer sein, damit er sich nicht unter den Rollstühlen von Oke (von links), Matthias und Thea verklemmt.

Auch mit dem Rollstuhl kann man prima Sport machen. Wie das geht, erzählt der zwölfjährige Kina-Reporter und Rollifahrer selbst.

shz.de von
27. Februar 2015, 01:06 Uhr

Hallo! Ich bin Oke und habe eine Infantile Cerebralparese (kurz ICP) – das ist eine leichte Gehbehinderung. Darum kann ich nicht wie jeder andere Sport machen. Deswegen ist der Rollstuhlsport ein gutes Hobby.

Heute spielen wir Fußball. Das Spiel beginnt. Thea braust direkt auf unser Tor zu, aber ich kann sie aufhalten und der Ball rollt zurück. Matthias kommt angebraust und versucht, den Ball ins Tor zu katapultieren, aber Agnes fährt ihm in den Weg. Sie pfeffert den Ball auf unsere Feldseite und Thea übernimmt. Sie schießt ein Tor. Und noch eins. Dann schießt Matthias ein Tor! 2:1. Juhu! Kurz darauf schießt Thea wieder ein Tor. Die Mädels haben gewonnen.

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Unsere „Mini-Gruppe“ des SV Adelby in der Sparte Rollstuhl-Basketball hat Sandra Rubbel vor einem Jahr gegründet. Jetzt ist Agnes Nissen unsere Trainerin. Wir spielen aber nicht nur Rollstuhl-Basketball, sondern fahren Parcours, spielen Handball, sowie eine abgeänderte Form von Fußball. Das Spielfeld ist etwas kleiner, es gibt zwei Tore und einen Halbkreis aus Pylonen.

Mit mir trainieren noch drei weitere Kinder: Matthias, Dilay und Bo-Laurids. Sie bringen ihre Eltern und Geschwister wie meine Schwester Thea mit, da wir sonst zu wenig Teilnehmer wären.

Mir macht am meisten Spaß, wie meine Mitsportler und ich Sport machen können, und Kinder ohne Behinderung gucken erstaunt.

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