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Rumregatta : Knatternder Motor, knarzende Seile

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kina-Reporter begleiten die Providentia auf ihrem Weg zur Rumregatta – Schüler der Ostseeschule haben den Kutter startklar gemacht.

Es rattert, immer stärker. Langsam gewinnt der alte Motor an Fahrt, und das Schiff H.F. 42 Providentia macht sich vom Industriehafen in Flensburg auf den Weg zum Museumshafen. Mit an Bord sind die Kina-Reporter Holger (12), Ben (11) und Felix (14). Zum Start der Rum-Regatta treffen sie Ulrich Dehn, den Schulleiter der Ostseeschule in Flensburg. Er hat zusammen mit seinen Schülern den Hochsee-Fischkutter seetauglich gemacht. „Die Schule hatte schon immer viel mit Segeln zu tun. Das Ziel ist es, mit den Schülern auch ein paar Wochen auf hoher See segeln zu können“, erzählt der Schulleiter den Kina-Reportern. Während der Rumregatta kann das Schulschiff im Museumshafen besichtigt werden.

Ben, Felix und Holger sind mit von der Partie, als das Schiff quer durch den Hafen zum Anlegeplatz steuerte, an dem es während der Rumregatta festgemacht ist. „Man muss einen großen Schritt machen, um überhaupt aufs Schiff zu kommen. Ich bin erstmal drauf gesprungen. Der Boden war hart und es hat gar nicht geschaukelt, selbst als das Boot losgefahren ist“, erklärt Ben.

An Bord gehen die Kina-Reporter dem Knattern des Motors auf den Grund. Holger steckt den Kopf in die Luke, wo ihm ein muffiger Geruch entgegenströmt. Hier knattert er, der alte LKW-Motor, der das Schiff von 1895 mit 185 PS auf Touren bringt. Segelsetzen im Hafenbecken, das sei nicht möglich, da bekäme der Kutter zwischen all den anderen Seglern zu viel Schwung, weiß Holger, der als Schüler der Ostseeschule selbst an einem Segelkurs teilnimmt.

Die Schule hat das Schiff von einem Hamburger gekauft und für 20 000 Euro in Eigenleistung aufrüsten lassen. Schüler der 7. bis 9 Jahrgangsstufe durften an dem Zweimaster Hand anlegen: Die Masten, die heute stolz im Ostseewind stehen, haben sie von Hand geschliffen, repariert und gehobelt. Unter Deck wird noch gebaut. Dort sollen noch Schlafplätze und eine Kombüse enstehen – auch eine Toilette darf nicht fehlen.

Etwa eine halbe Stunde dauert die Fahrt, während der Steuermann Kees van den Bos die Providentia sicher durch den Hafen führt. „Steuern ist wie Fahrradfahren“, findet der erfahrene Skipper und lässt dann Holger ran: „Das ist eine riesige Verantwortung, die da auf einem lastet“, beschreibt der Kina-Reporter das Gefühl, so ein großes Schiff (Länge 22, 5 Meter) auf Kurs zu bringen.

 

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erstellt am 31.Mai.2014 | 01:12 Uhr

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