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Kina-Reporter : Ein Blick hinter die Film-Kulissen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kina-Reporter Luis (13) berichtet vom Kinderfilmfest Michel aus Hamburg. Dort trifft er interessante Leute und sieht spannende Filme.

Meine Woche beim Michel-Kinderfilmfest: Gerade warte ich darauf, dass eine Vortragsrunde über das Filmemachen losgeht. Neben mir redet eine Zuschauerin mit einem Regisseur aus Serbien, dessen Film auch auf dem Festival gezeigt wird.

So etwas ist für mich ein Filmfestival – Dinge über Filme erfahren, Künstler kennenlernen und natürlich Filme gucken. In dem Vortrag, den ich mir nun anhöre, erzählen vier Menschen von ihren verschiedenen Berufen im Bereich Film.

Die Produzentin Verena Gräfe-Höft erklärt dem Publikum, dass immer nur projektweise gearbeitet wird. Das bedeutet, dass man einige Wochen ganz viel arbeitet und in den Wochen in denen man an keinem Film arbeitet, wenig zu tun hat. Außerdem erzählt sie von ihrem neuen Kinderfilm „Antboy“, den es bald auf DVD geben wird und vom zweiten Film, der Anfang nächsten Jahres in die Kinos kommt.

Der französischer Tonmann Eric Rueff, der schon lange in Deutschland lebt, berichtet, dass er am liebsten mit zwei Assistenten arbeite, was bei uns eigentlich unüblich ist. Wenn man wie er zwei so genannte Angler hat, das sind die Leute mit den Mikrofonen an den Stäben, kann man einen in der einen Ecke des Raumes aufstellen und den Anderen in der Ecke gegenüber. Mit dieser Taktik verpasst man weniger, als mit nur einem Angler. Denn wenn etwas nicht gut aufgenommen worden ist, müssen die Schauspieler später noch einmal im Tonstudio nachsprechen, was unverständlich war.

Wenn der Film gedreht ist, ist er noch lange nicht fertig, erzählt nun Sebastian Thümler. Dann beginnt erst seine Arbeit als Cutter. Der Cutter setzt die Szenenbruchstücke zu einem richtigen Spielfilm zusammen.

Wenn das auch fertig ist, müssen Leute wie Kai Heldt von der PR-Agentur Werbung für den Film machen. Die sorgen zum Beispiel auch dafür, dass ein Schauspieler in großen Fernsehsendungen auftritt und kurze Auschnitte des neuen Films zeigt, damit viele Menschen den Film anschauen.

Doch genug der Theorie, jetzt kommt die Praxis: Ich gucke ich mir den Kinder- und Jugendfilm „Giraffada“ an. In dem Film geht es um den zehnjährigen Ziad, der mit seinem Vater Yacine im letzten erhaltenen Zoo im Westjordanland lebt.

Ziad ist in der Schule ein Außenseiter, die Giraffen Rita und Brownie sind seine besten Freunde. Als Brownie bei einem Luftbombenangriff stirbt, verweigert Rita jedes Futter und Ziad wird immer verschlossener. Yacine versucht seinen Sohn und seine Giraffendame aufzuheitern. Er muss für Rita einen neuen Giraffenpartner finden, damit sie nicht auch stirbt. Aber die einzige männliche Giraffe befindet sich in Israel. Mit Hilfe der Journalistin Laura versuchen sie, den Giraffenbullen heimlich über die Grenze zu schmuggeln.

Dieser Film erzählt von dem Krieg zwischen Israel und den Palästinensern und den Gefahren, mit denen auch die Kinder, jeden Tag leben müssen.

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erstellt am 04.Okt.2014 | 01:41 Uhr

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