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Filmfest : Die Schneepiraten

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Filme gucken bei der Berlinale ist mehr als einfach nur ein Kinobesuch.

shz.de von
erstellt am 13.Feb.2015 | 01:30 Uhr

Ich war mit Paula und meiner Freundin Linda bei der 65. Berlinale im Zoo Palast. In Berlin sind zurzeit viele internationale Filmstars unterwegs. Sie wollen alle zur Berlinale. Alle Leute rennen mit ihren Berlinale-Taschen rum und gehen ins Kino. Dort gucken sie sich Filme an, die normalerweise nicht im Kino laufen.

Man merkte schon, dass es kein normaler Kinobesuch war. Überall vor dem Zoo Palast waren Berlinale-Fahnen, Absperrungen und ganz viel roter Teppich. Im Kino standen wir in einem riesigen Saal mit einem edlen Vorhang vor der Leinwand. Alle waren sehr aufgeregt und warteten angespannt, dass der Film losgeht. Am Anfang kam noch ein Mann auf die Bühne und sagte etwas zu dem Film. Dann wurde es ruhig im Saal und alle starrten gebannt auf die Leinwand.

Ich habe mir für euch den Film die „Schneepiraten“ angeguckt. Darin ging es um eine besondere Freundschaft zwischen drei Jungen. Diese Freundschaft wird oft auf Proben gestellt. Der Film spielt vor 35 Jahren in der Türkei. Es gab damals einen eisigen Winter. Die Menschen haben gefroren und versucht, an Brennmaterial zu kommen. Die Jungen erleben zusammen einige Abenteuer, um ihren Familien zu helfen.

Sehr schön fand ich die Stelle, wo man sieht, wie sich das ganze Dorf, in dem der Film spielt, untereinander hilft. Er ist nach einer wahren Begebenheit erzählt. Ich fand den Film sehr spannend und gut gespielt von den Kindern.

Nach der Vorführung hat der Regisseur erzählt, dass seine Mutter ihm als Kind von diesem Winter erzählt hat und er deshalb einen Film darüber machen wollte. Ein Mädchen hat gefragt, warum die Kameraeinstellungen immer so lang waren. Da hat der Regisseur gelacht und gesagt, der Kameramann hatte sich eine Woche vor Drehbeginn die Hand gebrochen. Deshalb haben sie es ihm etwas leichter machen wollen. Alle im Kino waren ganz erstaunt über diese Antwort.

Der Film war auf Türkisch, wurde aber deutsch eingesprochen und auf der Leinwand wurden englische Untertitel eingeblendet. Als wir aus dem Kinosaal raus kamen, konnten wir Autogramme von den Schauspielern und dem Regisseur holen.

 

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