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Kindernachrichten

18. November 2017 | 15:11 Uhr

Tiere : Kein Futter für Farruco

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Automat ist unbestechlich. Dieser Stall sorgt dafür, dass die Pferde fit bleiben.

shz.de von
erstellt am 26.Mai.2017 | 01:28 Uhr

Farruco gibt einfach nicht auf. Das dunkle Pferd will unbedingt etwas Hafer zum Fressen haben. Mit seiner Schnauze sucht er in dem Behälter am Boden, doch da gibt es nichts. Kein Wunder, denn hier in dem Stall in Usingen im Bundesland Hessen wird die Futtergabe von einem Computer gesteuert.

Die Besitzerin Annette Manthey-Oppelt hat vorher eingegeben, wie viel Heu und Hafer jedes Pferd am Tag zu Fressen bekommt. Der Computer neben dem Stall ist unbestechlich: „Keine Berechtigung“, erscheint auf dem Display, als Farruco nach Futter verlangt. Wegen des Chips, der in die Mähne des Pferdes eingeflochten ist, weiß der Computer, dass es sich um Farruco handelt.

Diese Anlage, auf der insgesamt 20 Pferde leben, nennt sich Aktivstall. Die Pferde müssen sich viel bewegen, also aktiv sein, um an ihr Futter zu kommen. An einer Stelle des großen Auslaufs gibt es Hafer und Gerste, an einem anderen Ort Heu. Die mit Stroh eingestreuten Liegeplätze sind wieder ganz woanders. Immer wieder gehen die Pferde zu den Stellen, um ihr Glück zu versuchen.

Die Bewegung ist gut und gesund für die Pferde. „Mit dem Chip wird auch gesteuert, wann das Pferd auf die Koppel darf“, erzählt Annette Manthey-Oppelt. Gerade kommt das riesige Shire Horse Janik von der Weide zurück in den Stall. Es geht an den Futterautomaten und hat mehr Glück als Farruco. Der Computer gibt ihm Hafer und Gerste. Das 13-jährige Pferd mampft gemütlich.

Doch warum bekommen manche Pferde etwas zu fressen und andere nicht? Ist das nicht gemein? „Nein“, erklärt Annette Manthey-Oppelt. Manche Pferde würden schnell dick und dürften daher nicht so viel fressen.

Als Janik mit seinem Futter fertig ist, trinkt er noch etwas. Dann trottet er zu einem schmalen Durchlass, der zur Koppel führt. Der Computer erkennt an seinem Chip, dass Janik auf die Koppel darf. Kurz darauf öffnet sich das Gitter und Janik trabt davon auf die Weide.

Den Tieren scheint es im Aktivstall zu gefallen – auch wenn ihnen der Automat kein Futter gibt. Sie sind den ganzen Tag beschäftigt und langweilen sich nicht.

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