Technik : Kay funkt rund um die Welt

Anders vernetzt: Kay telefoniert gerne in seiner Freizeit – mit einem Funkgerät.
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Anders vernetzt: Kay telefoniert gerne in seiner Freizeit – mit einem Funkgerät.

Der Zwölfjährige unterhält sich lieber mit diesem Gerät als übers Internet.

shz.de von
30. Juni 2014, 04:48 Uhr

Kay spricht häufig mit Menschen, die er nicht kennt. Die wohnen nicht nur in Deutschland, sondern auch in fernen Ländern. Wie der Zwölfjährige das macht? Er funkt. Kay hat ein Funkgerät, das ungefähr so groß ist wie ein Aktenordner. Das hat er von seinem Vater bekommen.

Will Kay mit jemandem funken, dann schaltet er sein Gerät ein und sagt „CQ“. Das bedeutet „Seek you“ und heißt auf Deutsch etwa „ich suche dich“. „Da kann sich jeder darauf zurückmelden“, erklärt er.

Aber Kay spricht nicht nur mit anderen Funkern. Sie übertragen auch Texte und Bilder. „Die Bilder sind ganz unterschiedlich. Manche übertragen zum Beispiel Bilder von ihrem Auto oder von ihrem Kaninchen“, berichtet der Junge.

Und warum macht Kay das über Funk – und nicht über das Internet? Mit dem Internet kann man immer überall hin, findet Kay. Beim Amateur-Funk sei das nicht so. „Da ist es etwas Besonderes, wenn man jemanden aus Amerika oder Kanada an der Strippe hat“, sagt er. „Man trifft sich zufällig. Das ist eine viel größere Freude, als wenn man weiß, dass man sowieso jemanden trifft.“

Am Freitag aber war das anders. Da traf Kay viele Funker – und zwar nicht zufällig. In Friedrichshafen am Bodensee startete nämlich eine große Funkamateur-Ausstellung. Dort zeigten zum Beispiel Unternehmen und Verbände Technik und Trends rund ums Funken, Morsen und Telegrafieren.

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