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Kindernachrichten

19. Oktober 2017 | 02:36 Uhr

Kultur : Karl und die Meerjungfrau

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eine kunterbunte Unterwasserwelt ist auf der Bühne des Theater Lübecks zu sehen. Die Darsteller spielen, tanzen und singen.

shz.de von
erstellt am 02.Mai.2014 | 01:27 Uhr

Was passiert, wenn ein ganz normaler Menschenjunge sich ins Reich einer Meerjungfrau verirrt? Im Theater Lübeck kann die Begegnung der beiden unterschiedlichen Wesen Karl und Mariella jetzt beobachtet und belauscht werden. „Zu Besuch bei der kleinen Meerjungfrau“ heißt das musikalische Familienstück, in dem sich Märchen, Oper, Rock ’n’ Roll und Kindertexte mischen.

Die Haare sind lang und grün schattiert, das Kleid glitzert in Meeresfarben und natürlich hat sie einen silbrigen Fischschwanz: Mariella ist eine Meerjungfrau wie aus dem Bilderbuch. Gespielt wird sie von der Sängerin Frauke Becker, die, ebenso wie Steffen Kubach, der den Menschenjungen Karl und später im Stück einen Kraken darstellt, sonst meistens in ernsten Rollen für Erwachsene zu hören und zu sehen ist. Um ernste Dinge, nämlich um Freundschaft und Abschiednehmen, geht es aber auch in der musikalischen Unterwassergeschichte. Während eines Tauchkurses schwimmt Karl in Mariellas Welt. Nach einem Zauberkuss von der Meerjungfrau kann er hier auch ohne Sauerstoffflasche atmen und vor allem reden. Sie sind ganz unterschiedliche Wesen, stellen beide fest – und merken schnell, dass sie einander trotzdem gut leiden können.

Die Bühne wird bei diesem Spiel zu einem riesigen Aquarium. Auf einem wasserblauen Hintergrund sind bald bunte Fische, Seepferdchen und Korallen zu sehen, auf der Bühne sieht es aus wie auf dem Meeresboden. Das Stück beginnt mit Gesang; das ist für sehr junge Zuschauer ungewohnt, vor allem, weil die Stimmen von Opernsängern ziemlich kräftig und die Texte manchmal schwer zu verstehen sind. Die beiden Sänger werden unterstützt von fünf Musikern an Klavier, Geige, Bratsche, Cello und Saxophon. Mit diesen Instrumenten kann man nicht nur Arien aus Opern begleiten, sondern auch einen Frosch-Rock ’n’ Roll aus dem „Traumzauberbaum“, in dem es heißt: „Ein Frosch nimmt sich ein Mikrofon und alle Frösche warten schon. Da singt er seinen schönsten Ton.“ Klar, dass Mariella und Karl das nicht nur singen, sondern dazu auch tanzen. Mitsingen, klopfen, klatschen und mittanzen können alle beim Lied „Brüderchen, komm tanz mit mir.“

Wenn Karl am Ende das Wasserreich wieder verlassen muss, ist Mariella traurig. „Er kann nicht bei uns leben und ich nicht bei ihm“, sagt sie schluchzend. Doch der Krake, unter dessen Maske wieder der Sänger Steffen Kubach steckt, kann sie wieder zum Lachen bringen. Das Stück dauert 40 Minuten. Die Lübecker Theatermacher empfehlen es für Zuschauer von vier Jahren an. Den meisten Spaß hatten bei der Premiere aber die etwas älteren. Ab sechs Jahren kann man der Geschichte besser folgen. Spaß macht sie übrigens auch Erwachsenen.

> Nächste Termine: Do., 5. Juni, 10.30 Uhr und Sa., 21. Juni, 17 Uhr. Theater Lübeck (Großes Haus), Beckergrube 16. Theaterkasse: Tel. 0451 399 600.

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