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Schüler : Jubokaki – Einsatz für Flüchtlinge

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Schülerinnen aus Kaltenkirchen gewinnen den ersten Preis der Unicef-Juniorbotschafter.

shz.de von
erstellt am 16.Jun.2015 | 01:48 Uhr

Hurra, wir sind Juniorbotschafter! So konnten Lara und Lena-Marie gestern mit ihren neun Mitschülerinnen vom Gymnasium Kaltenkirchen jubeln. Die Neuntklässlerinnen heißen mit ihrer Jubokaki-AG Flüchtlinge in ihrer Stadt willkommen.

Jubokaki – das sind die Juniorbotschafter in Kaltenkirchen. Als Flüchtlingslotsen helfen sie den Menschen, in Kaltenkirchen gut anzukommen und erleichtern ihnen das Leben in der Fremde. Sie unterstützen zum Beipiel den Deutschunterricht für die Flüchtlinge und betreuen Kinder. Jeden Donnerstag treffen sie sich mit anderen Flüchtlingslotsen, um gemeinsam zu überlegen, wie sie die Flüchtlinge in ihrer Stadt noch mehr unterstützen können.

Die elf Schülerinnen haben auch schon eine eigene Weihnachtsfeier für Flüchtlingsfamilien organisiert – mit Plätzchen, Basteln, Spielen und Musik. So haben sie viele Menschen aus fremden Ländern kennen gelernt und unter ihnen Freunde gefunden. Dazu gehört auch Nasima aus Afghanistan. Das Mädchen wollte so gern in die Schule gehen, doch sie durfte noch nicht – erst nach den Sommerferien, sagten die Behörden. Durch den Einsatz von Lara, Lena-Marie und den anderen Mädchen ist Nasima jetzt schon in ihrer Klasse.

Alles hatte damit begonnen, dass die Schülerinnen sich in einem Unterrichtsprojekt mit Kinderrechten beschäftigt haben. Unter anderem hatten sie auch eine Ballonaktion gestartet. Fünftklässler hatten Kinderrechte-Karten gestaltet, die sie in die Luft steigen ließen, um die Rechte in alle Welt zu tragen. „Kinderrechte zu kennen ist gut, sie zu verbreiten und unterstützen ist besser“, so lautet das Motto der Jubokaki-AG.

Und weil sie das so vorbildlich tun, hat das Kinderhilfswerk Unicef gestern in Frankfurt am Main die Kaltenkirchener mit dem ersten Preis im jährlichen Juniorbotschafter-Wettbewerb ausgezeichnet. Deshalb dürfen sie nun auch nach Berlin reisen. Der Preis ist ein Besuch des Musicals „Hinterm Horizont“ mit Hits von Udo Lindenberg und ein Treffen mit dem Menschenrechts-Beauftragten der Bundesregierung, Christoph Strässer.

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