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Umwelt : Jan kämpft für Eisbären in der Arktis

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Unterschriften sammeln: Hunderte Schüler in Deutschland haben sich mit einem Projekt für den Schutz der Arktis eingesetzt.

shz.de von
erstellt am 11.Apr.2014 | 01:07 Uhr

Niedliche Eisbären auf riesigen Eisschollen: Das kann man in dem Gebiet Arktis rund um den Nordpol sehen. Doch die Arktis ist bedroht, sagen Umweltschützer. Durch den Klimawandel schmilzt das Eis. Und viele Leute wollen an die wertvollen Bodenschätze, die dort schlummern – etwa an Öl und Gas. Das ist nicht gut für die Natur dort, sagen Experten. Schüler aus Deutschland haben sich mit einem Projekt für den Schutz der Arktis eingesetzt. Sie haben viele Unterschriften gesammelt und diese gestern in Berlin Politikern übergeben. Auch Jan Leonhardt war dabei. Im Kina-Interview erzählt der Zwölfjährige, warum er den Schutz der Arktis so wichtig findet.

Wie bist du auf das Projekt aufmerksam geworden?

Jan Leonhardt: Wir haben uns mal in der Schule im Biologie-Unterricht mit der Arktis beschäftigt. Und wir wollten dann gerne etwas für den Schutz der Arktis tun. Dann sind wir auf die Green-Teams von Greenpeace aufmerksam geworden. Das sind kleine Gruppen von Kindern, die sich mit bestimmten Umwelt-Projekten beschäftigen – wie wir mit dem Schutz der Arktis.

Was findest du so toll an der Arktis?

Das ist einfach dieser ganze Schnee, das wirkt alles so ruhig und harmonisch und da sind ganz viele Eisbären. Aber sobald man sich dann darüber informiert, dann sieht man, dass das dort gar nicht mehr so ruhig ist.

Was ist denn das Problem in der Arktis?

Das größte Problem sind die Ölbohrungen, die da teilweise schon gemacht werden. Wenn Öl ins Meer läuft, ist das für die Natur sehr gefährlich. Es könnte zum Beispiel das Fell der Eisbären davon verkleben. Und die Fischerei ist auch nicht gut, weil die Natur dabei durcheinanderkommt.

Was habt ihr bei dem Projekt genau gemacht?

Wir sind mit acht Leuten in verschiedene Städte gefahren und haben dort Spiele für Kinder organisiert. Es gab zum Beispiel Eisschollen-Hüpfen oder man konnte Eisbär-Bilder ausmalen. Und man konnte Buttons für die Jacke herstellen, auf denen stand: „Schützt die Arktis“. Während die Kinder spielten, haben wir den Eltern etwas über die Arktis erzählt und sie konnten unser Projekt mit einer Unterschrift unterstützen.

Wie viele Unterschriften sind zusammengekommen und was habt ihr damit gemacht?

Am Tag haben wir Hunderte Unterschriften bekommen. Und auch andere Green-Teams haben bei Aktionen welche gesammelt. Insgesamt hatten wir dann 52 000 zusammen und haben die gestern Politikern in Berlin übergeben. Da findet gerade eine Konferenz zum Thema Arktis statt.

Was sollen die Politiker denn machen?

Wir wollen, dass ein internationales Schutzgebiet in einem Teil der Arktis eingerichtet wird. Dort soll dann nicht gefischt oder nach Öl gebohrt werden dürfen.

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