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Internet : Ist meine E-Mail-Adresse noch sicher?

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Datendiebe haben Tausende Passwörter geklaut. Ob deins dabei ist, kannst du leicht überprüfen.

shz.de von
erstellt am 08.Apr.2014 | 01:11 Uhr

Beklaut zu werden, findet jeder doof. Nicht nur das Fahrrad können einem Diebe stehlen. Manche Verbrecher klauen auch E-Mail-Adressen über das Internet. Vor Kurzem berichteten Fachleute: Diebe haben Millionen E-Mail-Adressen und die dazu passenden Passwörter gemopst. Das Passwort braucht man, um sich anzumelden und dann E-Mails schreiben zu können.

So findest du ein sicheres Passwort

Auf dem Dachboden oder hinter einem losen Stein in der Wand: Möchte man etwas Wichtiges verstecken, lässt man sich ein gutes Versteck einfallen. Bei Passwörtern geben sich viele Leute nicht so viel Mühe. Dabei sind Passwörter etwa für E-Mail-Adressen sehr wichtig. Damit nicht einfach jemand das Passwort erraten kann, gibt es ein paar Tipps.

Einfache Zahlenkombinationen oder Wörter sind zum Beispiel keine gute Idee. Ein Passwort wie „12345“ oder dein Geburtsdatum ist viel zu unsicher. Auch ein Wort wie „Katze“ ist schlecht als Passwort.

Daten-Diebe finden solche Wörter leicht mit speziellen Computer-Programmen heraus. Besser sind Passwörter, die keine Wörter sind. Sondern in denen große und kleine Buchstaben und Zahlen zusammen vorkommen. Ein Passwort, das sicher ist, und du dir gut merken kannst, findest du zum Beispiel so: 

1. Überlege dir einen Satz – etwa aus einem Lied oder einen Spruch. Zum Beispiel: Because I'm Happy.

2. Davon nimmt man die ersten Buchstaben der Wörter. Dann bleibt vom Song-Titel: BecIHa 

3. Zahlen und Sonderzeichen machen ein Passwort sicherer. Zum Beispiel !, &, oder ?. Davon kannst du noch welche zu deinem Passwort dazumischen. Experten sagen, dass ein Passwort nicht zu kurz sein sollte. Probier mal, ob du dir 10 Zeichen gut merken kannst. Dann könnte das Passwort so heißen: Bec!I31Ha? 

4. Dein neues Passwort solltest du dir nicht aufschreiben. Schon gar nicht auf dem Computer. Dort können Daten-Diebe es nämlich ziemlich leicht finden.

5. Außerdem solltest du dir verschiedene Passwörter überlegen. Für E-Mail-Konto und Online-Spiele etwa. Noch besser kannst du etwas schützen, wenn du dir immer wieder ein neues Passwort überlegst.

 

Nun fragen sich viele Internetnutzer seit Tagen: Ist meine E-Mail-Adresse dabei? Bald werden sie es erfahren. Denn manche Internetnutzer werden benachrichtigt. Das übernehmen große E-Mail-Anbieter wie Freenet, GMX oder Web.de.

Wer bei einem anderen Anbieter ist, sollte einen Test machen. Dazu geht man auf diese Seite im Internet: www.sicherheitstest.bsi.de Dort kann man seine E-Mail-Adresse eingeben. Wer betroffen ist, bekommt eine E-Mail geschickt. Experten raten zudem: Wessen E-Mail-Adresse geklaut wurde, sollte unbedingt das Passwort ändern.

Warum Verbrecher überhaupt E-Mail-Adressen und Passwörter abgreifen? Sie wollen E-Mails an viele Menschen verschicken. So eine E-Mail nennt man oft Spam (gesprochen: späm). Darin verbirgt sich vielleicht Werbung. Manchmal ist in den E-Mails auch etwas versteckt, worauf man klicken soll. So fängt man sich eine Software ein. Diese Software sucht etwa auf dem Computer herum – und klaut weitere Daten, zum Beispiel solche für Bank-Konten.

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