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Auf dem Bauernhof : In die Erde und zurück

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kartoffeln brauchen Wärme und mögen keine Nässe. Wir haben uns auf einem Kartoffelacker umgeschaut.

shz.de von
erstellt am 12.Mai.2017 | 01:26 Uhr

Bahn für Bahn fährt der große Trecker mit der angehängten Pflanzmaschine über das Feld. Aus der grünen Maschine mit der schrägen Ladefläche fallen Kartoffeln immer im gleichen Abstand in eine Furche. Dann wird die Furche von der Maschine mit Erde bedeckt. Dabei entsteht ein kleiner Damm. Das geht Bahn für Bahn so. Im Laufe der Zeit entstehen immer mehr lange Dämme auf dem Feld.

Was soll das mit den Dämmen? Bauer Hermann Meyer-Toms baut auf seinem Hof Kartoffeln und anderes Gemüse an. Er erklärt die Sache mit den Dämmen: Wenn es regnet, läuft das Wasser an den Seiten weg und kommt besser an die Wurzel. Kartoffeln mögen es nicht, wenn es zu nass ist oder Wasser direkt auf die Knolle kommt. Außerdem wird durch die Dämme die Erde schneller warm, wenn die Sonne scheint. Das brauchen Kartoffeln zum Wachsen.

Das beginnt unter der Erde dort, wo Kartoffeln sogenannte Augen haben. Aus diesen kleinen Stellen wachsen die Keime. Sie werden später zum Stiel mit dem grünen Kraut und den Blüten – und den Wurzeln mit den Knollen. Aus jeder Kartoffel, die auf dem Acker jetzt gepflanzt wird, wachsen ungefähr 20 Knollen.

Kartoffel ist aber nicht gleich Kartoffel. Es gibt viele verschiedene Sorten. Bei Hermann Meyer-Toms auf dem Feld wird heute die Sorte Linda gepflanzt. Sie sieht aus, wie man Kartoffeln kennt: braun-gelbe Schale und eine ovale Form.

Meyer-Toms hat aber auch solche mit roter und blauer Schale. Und welche, die aussehen wie ein Hörnchen. In Deutschland gibt es über 200 verschiedene Sorten. Aber nur einen kleinen Teil davon kann man auch im Supermarkt kaufen.

Wer sich auskennt, nimmt nicht einfach irgendeine Kartoffel zum Kochen. Denn es gibt zum Beispiel Sorten, die entweder festkochend oder mehlig-kochend sind.

Festkochende Kartoffeln haben wenig Stärke und bleiben auch nach dem Kochen fest. Man nimmt sie vor allem als Beilage oder für Kartoffelsalat. Mehlig-kochende Kartoffeln werden weicher. Deshalb kann man sie gut für Püree oder Knödel nehmen.

Die Sorte Linda, die gerade bei Hermann Meyer-Toms auf dem Feld gepflanzt wird, ist eine festkochende Kartoffel. Ab Juli werden die frischen Knollen mit dem Kartoffel-Roder geerntet.Dann fährt wieder der großer Trecker über das Feld und holt die Kartoffeln mit der Erntemaschine aus der Erde. Danach können die Knollen auf dem Teller landen und gegessen werden.

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