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Sport : In die Bälle – fertig – los!

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Rempeln, schubsen, umrennen: Das alles ist beim Bubble-Fußball erlaubt. Theresa (9) hat es ausprobiert.

shz.de von
erstellt am 05.Aug.2014 | 01:09 Uhr

„Was ist das denn?“, fragt Theresa und drängelt sich an ihrem kleinen Bruder vorbei. So kann sie besser sehen. Sollen das etwa riesige Seifenblasen sein? Oder Monster-Flummis? „Ne, da schauen ja Füße unten raus“, sagt sie. Als Theresa genauer hinguckt, sieht sie: Da stecken Kinder in den Kugeln. „Das will ich auch machen“, ruft die Neunjährige. Und weg ist sie.

Theresa flitzt über die Wiese in der Stadt Regensburg in Bayern. Die Kugeln gehören zu einer ungewöhnlichen Sportart: Bubble-Football (gesprochen: babbel-futtbol). Bubble ist englisch und bedeutet Blase oder auch Seifenblase.

Bubble-Football ist eine lustige Sportart für Mannschaften, bei der Rempeln und Schubsen erlaubt sind. Die Seifenblasen heißen Bumperz. Sie sind aus Plastik und werden vor dem Spiel aufgeblasen. Ziel ist es, den Fußball ins gegnerische Tor zu schießen.

Aber so weit ist Theresa noch nicht. Erst mal muss sie es irgendwie in diese durchsichtige Kugel schaffen. Sie kriecht kopfüber hinein, biegt sich nach rechts, verrenkt sich nach links und fällt um. „Puh, das ist gar nicht so leicht“, hört man sie leise aus der Kugel sagen. Dann hat sie es raus: Innen sind zwei Träger. Da muss sie hineinschlüpfen, genauso wie bei einem Rucksack. Vor ihrer Brust sind außerdem zwei Griffe. An denen kann sie sich festhalten.

So, jetzt sitzt das Ding. Theresa marschiert los – ganz langsam. Dann lässt sie sich einfach mal nach hinten fallen. Ihre Beine fliegen hoch, als die Seifenblase den Boden berührt. „Aahh“, ruft sie laut. „Und wie komme ich jetzt wieder hoch?“ Wie ein Käfer liegt Theresa auf dem Rücken und zappelt mit den Füßen. Das sieht lustig aus und ist anscheinend genau richtig. Denn so schaukelt sie sich wieder hoch und kommt auf die Beine. Sie kichert und nimmt Anlauf. „Achtung, ich ramme“, warnt sie einen Mitspieler. Und schon sind die beiden zusammengestoßen. Die Kugeln prallen voneinander ab und die beiden landen wieder im Gras. Anders als bei normalen Zusammenstößen tut das in den Bumperz aber nicht weh.

Nach ein paar Minuten ist Theresa außer Atem. Ein Tor geschossen hat sie nicht. Am Anfang sind Laufen, Fallen und Rammen genug. Allein das Rennen in den Bällen ist ziemlich anstrengend. „Man kriegt nicht so viel frische Luft da drin“, keucht sie und kriecht aus dem Bumperz raus. Beim Rauskriechen holt sie sich einen Kratzer an der Augenbraue. Begeistert ist sie trotzdem: „Das hat echt Spaß gemacht!“

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