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Menschenskinder : In China kommt es auf den Ton an

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Kina-Reporter Sebastian versucht, sich in seinem Gastland zu verständigen. Doch mit Vokabelnlernen allein ist es nicht getan.

shz.de von
erstellt am 19.Jan.2016 | 01:25 Uhr

Ich werde nun noch für ungefähr sieben Monate in China leben. Natürlich möchte ich dann auch ganz gerne die Sprache lernen. Eigentlich habe ich auch gar keine Wahl. Die meisten Leute hier in der Stadt sprechen kein oder nur sehr wenig Englisch. Allein schon, um irgendwo etwas zu essen zu kaufen, braucht man etwas Chinesisch. Deshalb habe ich auch schon in Deutschland angefangen, einige Vokabeln zu lernen.

Vor allem die Aussprache ist am Anfang schwierig. Es gibt nämlich vier verschiedene „Töne“, auf die man achten muss. Jedes Wort wird mit einem dieser Töne ausgesprochen. Das heißt, dass die Tonhöhe, in der man spricht, bei dem Wort entweder gleich bleibt oder höher oder tiefer wird.

Das gleiche Wort kann, in verschiedenen Tönen gesprochen, mehrere komplett verschiedene Bedeutungen haben. Das Wort „ma“ zum Beispiel kann „Pferd“, „Mutter“ oder „fluchen“ heißen, je nachdem, in welchem Ton man es ausspricht. Das macht es oft schwer, sich zu verständigen. Dass ich schon einige Wörter kannte, hat mir am Anfang in China deshalb auch nicht viel gebracht. Die ersten eineinhalb Monate habe ich Wörter meistens auch dann nicht verstanden, wenn ich sie kannte. Das liegt daran, dass es mir sehr schwergefallen ist, einzelne Wörter aus dem Redefluss herauszuhören.

Seit etwas mehr als einem Monat verstehe ich jetzt aber die Worte, die ich kenne, und mache auch beim Sprechen große Fortschritte. Für mehr als kurze, einfache Gespräche reicht mein Chinesisch allerdings noch nicht. Ich hoffe, das ändert sich bald.

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