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Tiere : Immer mehr Pottwale in der Nordsee

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Piet ist sehr traurig. In den letzten Tagen werden immer mehr seiner Artgenossen angespült. Den Umweg überleben diese Tiere nicht.

shz.de von
erstellt am 14.Jan.2016 | 05:58 Uhr

Einmal nicht aufgepasst und schon falsch abgebogen. Das klingt erst mal nicht so dramatisch. Doch in der Tierwelt hat das manchmal schlimme Folgen. Zum Beispiel für Pottwale wie Piet.

Denn in der Nordsee tauchten in den letzten Tagen insgesamt schon zehn tote Pottwale auf.

In der letzten Woche waren es zwei tote Wale, die auf der Nordseeinsel Wangerooge gefunden wurden. Vorgestern wurden dann zwei weitere Tiere vor Helgoland angespült. Gestern entdeckten Fachleute wieder Tierkörper der Meeressäuger: einen bei Büsum und fünf in den Niederlanden.

Die Tiere hatten sich anscheinend in die Nordsee verirrt.

Eigentlich schwimmen Pottwale durch tiefere Gewässer. Sie können mehr als Tausend Meter tief tauchen. „Die Nordsee ist viel zu flach für sie“, sagt ein Forscher. Außerdem gebe es dort zu wenig Nahrung für die Wale. Sie fressen vor allem Tintenfische und Fische.

Pottwale sind häufig in größeren Gruppen unterwegs, wie der Fachmann erklärt. Forscher versuchen nun herauszufinden, ob die Wale in der Nordsee zusammengehörten.

Unklar ist im Moment auch, warum sich die riesigen Meerestiere verirrten.

Fachleute sagen: In dem flachen Gewässer hätten sie nur wenig Chancen gehabt, zu überleben. „Es ist für sie schwer, wieder aus der Nordsee herauszukommen“, sagt einer der Experten. Die Tiere könnten sich in flachen Gewässern nicht so gut orientieren und gerieten in Panik.

In den nächsten Tagen wollen die Fachleute noch mehr über die Pottwale herausfinden.

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