Berufe : Immer ein Ass im Ärmel

Es gibt viele verschiedene Kartenspiele.
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Es gibt viele verschiedene Kartenspiele.

Reinhard Staupe ist Spiele-Erfinder. Andauernd denkt er sich neue Spiele aus – und lässt sie testen.

shz.de von
25. Januar 2016, 11:57 Uhr

Spielkarten sind super praktisch: Sie brauchen nicht viel Platz und helfen gegen Langeweile. Es gibt die verschiedensten Varianten von Kartenspielen – vom normalen Kartenspiel bis zu Karten mit Werwölfen, Hornochsen oder Kühen.

Reinhard Staupe (Foto) weiß, worauf es bei alldem ankommt. Sein Beruf: Spiele erfinden, vor allem Kartenspiele. „Zuerst suche ich nach einer Idee für ein Spiel, das es noch nicht gibt“, sagt er.

Neue Spiel-Ideen kommen ihm zum Beispiel beim Autofahren oder beim Duschen. Manchmal passiert es auch, wenn er in seinem Wohnort in der Nähe von Bremen spazieren geht.

„Muuuuuh“, schallte es einmal bei einem Spaziergang über den Weg. Reinhard Staupe fand die Kuh auf der Wiese witzig. Plötzlich fielen ihm Wortspiele wie „Kuhmando“ ein. Daraus entstanden später Ideen für Kartenspiele rund um Kühe.

Ist die Idee einmal da, tüftelt der Erfinder weiter an den Regeln.

Aus weißer Pappe oder alten Spielkarten bastelt Reinhard Staupe ein Test-Modell. Dann kommt für den Spiele-Erfinder der wichtigste Teil: Das Spiel wird getestet!

Wolfgang Kramer macht das besonders gründlich. Er ist einer der berühmtesten deutschen Spiele-Erfinder. Er testet jedes Spiel zuerst mit seiner Frau, dann mit Freunden und Kindern.

„Kinder sind wichtige Test-Spieler. Ich merke schnell, ob die sich langweilen oder begeistert mitspielen“, sagt Wolfgang Kramer.

Immer wieder verbessert der Erfinder sein Spiel – bis alles stimmt. „Ein Spiel muss Gefühle erzeugen. Man muss sich freuen, gespannt sein, ob man gewinnt oder auch ärgern, wenn etwas nicht klappt“, findet Wolfgang Kramer. „Dann ist es ein gutes Spiel.“

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