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Wissenschaft : Immer den Walen nach

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für seine Arbeit fliegt Jens Koblitz manchmal mit einem Hubschrauber über das Meer. Kürzlich war der Forscher auf der Insel Grönland unterwegs.

shz.de von
erstellt am 09.Apr.2015 | 01:55 Uhr

Bitterkalt wehte der Wind über das Eis. Jens Koblitz und seine Kollegen flogen trotzdem hinaus – mit dem Hubschrauber über das Meer vor Niaqornat auf der Insel Grönland. Grönland befindet sich ganz im Norden unserer Erde. Dort ist es sehr kalt, überall liegen Eis und Schnee.

Selbst im Meer treiben eine Menge Eisbrocken. Doch nicht nur die sind dort zu finden – auch Wale. Genau diese spürten die Forscher auf. Sie wollen nämlich herausfinden, wo in dieser Gegend genau welcher Wal herumschwimmt. Drei Wochen lang ging es jeden Tag hinaus. Vom Hubschrauber aus hielten die Forscher nach Walen Ausschau. „Wenn wir welche gesehen haben, sind wir schnell auf dem Eis gelandet“, erzählt Jens Koblitz.

Am Rand einer riesigen Eis-Platte packten die Forscher ihre Geräte aus, zum Beispiel Mikrofone. Diese hängten sie ins Meer und warteten. So lange, bis die Wale wieder auftauchten. Und sie passten auf, dass kein Eisbär zu nahekommt! Die Raubtiere können richtig gefährlich werden.

Zeigten sich die Wale in der Nähe, bestimmten die Forscher genau den Ort, an dem sie sich befanden. Dann nahmen sie die Rufe der Wale auf. Wale senden besondere Laute aus, die andere Wale hören können – wir Menschen hingegen oft nicht. Darum jagten Jens Koblitz und seine Kollegen ihre Aufnahmen später durch ein besonderes Computer-Programm. Mit diesem Programm können sie die Wal-Laute erkennen.

Einem Eisbären sind die Forscher übrigens nicht begegnet. „Wir haben nur Spuren im Schnee gesehen“, sagt er. Obwohl Jens Koblitz Eisbären mag, war er darüber doch ziemlich froh.

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