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Olympia : „Im Ziel sind wir alle wieder Freunde“

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Konstantin Schad fährt Snowboard. Am Montag geht er bei den Olympischen Winterspielen auf die Piste. Dafür hat er hart trainiert.

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2014 | 04:57 Uhr

Seine Freunde nennen ihn einfach Konsti. Mit vollem Namen heißt er Konstantin Schad. Er ist 26 Jahre alt und Snowboarder. Am Montag startet er in Russland bei den Olympischen Winterspielen, und zwar in dem Wettbewerb Snowboardcross. Dabei fahren mehrere Fahrer gleichzeitig um die Wette. Konstantin Schad hofft auf eine Medaille. Seine Mutter, sein Bruder und seine Freundin fiebern am Berg mit. Im Kina-Interview erzählt er, wie er mit den anderen Fahrern zurechtkommt und was er in seinem Koffer dabei hat.

In deiner Disziplin sausen sechs Fahrer gleichzeitig die Piste hinunter – wird da auch mal geschubst?

Konstantin Schad: Es ist natürlich ein bisschen wilder, wenn man die fünf anderen um sich herum hat. Aber wir dürfen uns ja nicht schubsen und wollen das auch gar nicht. Jeder muss gucken, dass er möglichst schnell bleibt, dem anderen keinen Windschatten bietet und in der Kurve schön eng fährt – damit der andere nicht noch durchpasst. Da kommt es auf die richtige Taktik an.

Wie hast du mit Snowboarden angefangen?

Ich bin in den Bergen groß geworden und habe als Dreijähriger mit Skifahren begonnen. Irgendwann haben alle meine Freunde Snowboards geschenkt bekommen und ich durfte sie mir hin und wieder ausleihen. Das Boarden gefiel mir noch besser als Skifahren. Man konnte damals mit den Brettern noch besser springen und andere Kurven fahren. Außerdem wollten meine Freunde und ich auch ein bisschen anders sein.

Trainierst du auch noch etwas anderes neben dem Snowboarden?

Im Sommer übe ich viel auf dem Skateboard und auf dem Surfboard. Wir turnen auch mit dem Team. Und ich trainiere dafür, körperlich der Fitteste zu sein, damit ich am Start immer gleich vorne liege. Dafür muss man viele Gewichte durch die Gegend schubsen.

Die Atmosphäre zwischen den Snowboardern scheint immer total lässig zu sein. Seid ihr wirklich alle miteinander befreundet?

Na ja, im Wettkampf ist jeder ehrgeizig und will der Beste sein. Aber spätestens unten, nachdem wir über die Ziellinie sind, sind wir alle wieder Freunde. Auch wenn man ab und an vielleicht kurz noch beleidigt ist, weil man in einem der Vorläufe ausgeschieden ist.

Die deutschen Athleten bekommen einen Koffer für Sotschi gepackt. Was ist da bei dir so drin?

Ich habe zum Beispiel dicke Wollsocken in meinem Koffer, eine elektrische Zahnbürste und einen Rasierer. Und wir haben noch eine lustige Mütze bekommen, die ein bisschen russisch aussieht. Ich freue mich schon, die aufzusetzen.

 

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