zur Navigation springen

Sport : Im Kanu statt im Streifenwagen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Polizist, der lieber Kanu fährt: Franz Anton ist Weltmeister im Slalom-Fahren.

Eigentlich ist Franz Anton (Foto) Polizist. Doch der Kanu-Fahrer trainiert viel für Wettkämpfe. Deshalb ist er freigestellt von der Arbeit. Das ist eine Möglichkeit für Spitzensportler. So können sie sich auf ihren Sport konzentrieren und Deutschland erfolgreich vertreten. Im September wurde der 25-Jährige Weltmeister im Kanu-Slalom – gemeinsam mit seinem Partner im Zweier.

Manchmal kippst du mit deinem Boot um und bist unter Wasser. Wie kommst du schnell wieder hoch?

Franz: „Als Erstes sollte man ein bisschen Luft holen, kurz bevor man umfällt. Dann ruhig bleiben! Es gibt eine Sache, die wir Rolle nennen. Das sind bestimmte Bewegungen, die wir mit dem Paddel machen. Damit richten wir uns wieder auf.“

Gab es schon mal eine Situation, die dir zu gefährlich war?

„Bei der Weltmeisterschaft bin ich bei Tor 13 umgefallen. Ich war schon sehr angestrengt. Ich war so aus der Puste, dass ich dachte, ich muss jetzt schwimmen gehen, also raus aus dem Boot.“

Was hast du dann gemacht?

„Ich habe kurz überlegt, ob es einfacher ist, die Schlaufe zu ziehen und das Boot zu verlassen. Aber ich habe mich dann doch für die Rolle entschieden.“

Was heißt, die Schlaufe ziehen?

„Wir sitzen in einem Boot. Über der Öffnung ist ein Stoff, den wir Spritzdeck nennen. Dieser Stoff ist wasserdicht. So läuft kein Wasser ins Boot und wir können nicht mehr untergehen. Genau das ist aber auch das Problem, wenn wir umgekippt sind. Dann kommen wir nämlich nicht raus. Am Spritzdeck ist eine Schlaufe. Wenn man daran zieht, springt sie auf. Und dann können wir raus.“

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 13.Okt.2015 | 05:23 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen