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Kindernachrichten

17. August 2017 | 10:25 Uhr

Tiere : Im Frack auf dem Eis

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sie sind außergewöhnliche und ganz schön komische Vögel: Pinguine. Sie können nicht fliegen, dafür aber umso besser tauchen.

Fütterungszeit! Hinter der riesigen Glasscheibe können die Zoo-Besucher einer Gruppe Pinguine zusehen. Königspinguine, um genau zu sein. Der Königspinguin ist die zweitgrößte Pinguin-Art. Die Tiere watscheln im aufrechten Gang der Tierpflegerin Elisabeth Jacob hinterher. Sie hat einen Eimer mit Fischen dabei.

Ein paar Fische wandern direkt aus der Hand von Frau Jacob in die Schnäbel der Vögel. Den Rest verteilt die Pflegerin im Wasserbecken im Zoo Berlin. Sofort springen ein paar Pinguine der leckeren Mahlzeit hinterher. Dort können die Besucher etwas Tolles beobachten: Die Pinguine können ja doch fliegen! Also, irgendwie.

Pinguine flattern nicht wie andere Vögel durch die Luft. Ihre Flügel sind zu klein. Doch wenn die Tiere tauchen, dann ähneln ihre Bewegungen den Flugbewegungen vieler Vögel. Die Pinguine schlagen mit ihren kleinen Flügeln auf und ab und flitzen so mit Tempo durchs Wasser.

Pinguine sind eben tolle Schwimmer. Die Tiere haben das Wasser zu ihrem Lebensraum gemacht und sich gut angepasst. „Ihre Körperform lässt sie besonders gut durchs Wasser gleiten“, erklärt Heiner Klös. „Mit ihren Augen können die Pinguine auch auf weite Entfernung alles unter Wasser erkennen. Und ihr dichtes Gefieder hält das kalte Wasser so gut ab wie ein Taucheranzug.“ Doch nicht nur das. Außerdem schützt sie eine Fettschicht, die sie sich anfressen. Deshalb fühlen sich Pinguin-Arten wie der Kaiserpinguin auch in der Antarktis wohl. Dort herrschen bitterkalte Temperaturen.

Pinguine leben in Kolonien mit Hunderten oder Tausenden Artgenossen zusammen. Ist es ganz besonders kalt, dann wird gekuschelt! Die Pinguine stellen sich dann in großen Gruppen dicht an dicht nebeneinander. So halten sie sich gegenseitig warm.

Mit ihren Rufen und ihren Bewegungen verständigen sich die Pinguine in ihren Kolonien. Manchmal jagen sie sogar gemeinsam. Bei ihren Tauchgängen erbeuten Pinguine alle möglichen Sorten Fisch. Aber auch Krebse und Tintenfische lassen die Vögel sich schmecken.

Bei den Königspinguinen im Berliner Zoo gab es früher Heringe. Zurzeit finden sie aber Sprotten besonders lecker. Davon lassen die schwarz-weißen Frack-Träger im Zoo kaum etwas übrig.

> Um Pinguine zu sehen, musst du nicht unbedingt in die Antarktis reisen. Du findest sie auch im Tierpark Neumünster und in Hamburg im Tropen-Aquarium bei Hagenbeck.

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erstellt am 25.Feb.2016 | 01:46 Uhr

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