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Lernen : „Ich bin ein Schulkind“

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es ist ein großer Schritt vom Kindergarten ins Klassenzimmer, findet Hannes (10).

Hannes ist als Viertklässler schon ein alter Hase auf dem Schulhof. Seit dreieinhalb Jahren besucht der Zehnjährige tagein, tagaus die Gustav-Peters-Schule in Eutin.

Schule, das ist für ihn: „Ein Ort, an dem wir was lernen.“ An den Kindergarten erinnert sich Hannes noch ziemlich genau. Aber Schule, das macht Hannes deutlich, das ist eine ganz andere Welt. „Der Kindergarten ist viel einfacher, in der Schule muss man Hausaufgaben machen und zu Hause lernen.“

Als Schulkind ist er manchmal auch später zu Hause als vorher als Kindergarten-Kind, erzählt Hannes. Aber so anstrengend der neue Alltag als Schulkind auch ist, er hat auch gute Seiten. Super findet Fußball-Fan Hannes zum Beispiel die Pausen, weil er da mit seinen Freunden auf dem Schulhof bolzen kann. „Und in der dritten Klasse kommen die AGs dazu, die machen auch Spaß“, erzählt Hannes. Die AGs – also Arbeitsgemeinschaften – sind Projekte, die sich mit einem bestimmten Thema beschäftigen, zum Beispiel Kunst, Tanz, Fußball oder Schach. Die Schüler entscheiden selbst, an welcher AG sie teilnehmen möchten. Ganz klar, Hannes war in der Fußball-AG.

Die erste und zweite Klasse fand Hannes noch ziemlich entspannt: „Besonders hat mir Spaß gemacht, wie wir die Buchstaben gelernt haben. Da kam zu jedem Buchstaben immer ein Wort dazu.“ Die zweite Klasse war aus seiner Sicht am besten, denn: „Da ist der Unterricht noch nicht so schwer, aber auch nicht mehr so leicht.“ Die dritte und vierte Klasse sind zwar ein bisschen schwerer, „aber man kann schon viel mehr als vorher“, sagt Hannes.

Eine Sache findet Hannes an der Schule besonders cool: „Dass man sagen kann ,Ich bin ein Schulkind‘. Man darf dann mehr als im Kindergarten.“ Für die Schulanfänger hat Grundschulprofi Hannes noch einen Tipp: „Sie sollen sich was trauen, zum Beispiel mit Viertklässlern reden.“ Er selbst habe sich vor den „Größeren“ immer zurückgehalten. Wenn ihn heute ein Erstklässler auf dem Schulhof fragen würde, sagt Hannes: „Ich würde ihn beim Fußball mitspielen lassen.“

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erstellt am 24.Feb.2017 | 01:19 Uhr

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