Schule : Hunde-Stunde mit Bolle

Achtung!Niclas (rechts) zeigt mit Körpersprache, dass Bolle warten muss, bis er ein Naschi bekommt.
Achtung!Niclas (rechts) zeigt mit Körpersprache, dass Bolle warten muss, bis er ein Naschi bekommt.

In der Schule am Ochsenweg lernen die Kinder auch, mit Tieren umzugehen. Die Klasse 4b erklärt den besonderen Unterricht.

shz.de von
31. Januar 2015, 01:15 Uhr

Ein Hund in der Schule? Ja, für uns, die Klasse 4b der Schule am Ochsenweg in Westerrönfeld, ist das nichts Ungewöhnliches.

Wir haben einen Schulhund. Er heißt Bolle. Die Lehrerin Antje Gosch hat ihn als Haustier. Bolle ist jeden Dienstag und Donnerstag in der Schule – und manchmal auch an mehr Tagen.

Bolle ist ein Labradoodle und vier Jahre alt. Seine Mutter ist ein Labrador und sein Vater ein Königspudel. Der Unterricht mit ihm macht nicht nur Spaß, sondern hilft uns Schülern auch, mit Hunden umzugehen. Jan (10) hatte früher zum Beispiel Angst, wenn Hunde viel gebellt haben. „Jetzt habe ich gelernt, dass ich dann einfach stehen bleibe und weggucke. Nur nicht weglaufen“, sagt Jan.

In dieser Woche haben Frau Gosch und Bolle uns beigebracht, dass Hunde sich wie Menschen ausdrücken – mit ihrer Körpersprache. Die Lehrerin macht ein Zeichen mit der Hand und Bolle begrüßt uns mit lautem Bellen.

Auch im Hunde-Unterricht geht es nicht nur ums Spielen und herumtoben. Zuerst gibt Frau Gosch uns einen Bogen und erklärt, wie wir uns in Gegenwart eines Hundes verhalten sollen. Man soll ihm zum Beispiel nicht in die Augen schauen. Denn dann fühlt er sich bedroht.

Wenn sie traurig sind, machen Hunde sich klein. Dass sie fröhlich sind, sieht man, wenn sie mit dem Schwanz wedeln. Wenn Bolle andere beeindrucken will, macht er sich groß und breit. Hat er gute Laune, fühlt er sich leicht und hüpft und springt und freut sich.

Manchmal geht es aber auch Bolle nicht gut. Einmal hat er seine Pfote verletzt, weil er auf dem Schulhof in eine Scherbe getreten ist. Dann hat uns Frau Gosch gleich beigebracht, wie man sich um den Hund kümmert, wenn er einen Splitter in der Pfote hat.

Manchmal spielen wir auch. Am meisten Spaß macht es, wenn wir den Ball werfen und Bolle losrennt und ihn zurückholt. Das macht ihm genau so viel Spaß wie uns.

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