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Politik : Hoffen auf Hilfe im Jemen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Menschen im Krieg brauchen Unterstützung.

shz.de von
erstellt am 14.Apr.2015 | 01:46 Uhr

Zerstörte Häuser und Panzer in den Straßen. Solche Bilder erreichen uns aus dem Jemen. Das Land liegt auf der Arabischen Halbinsel, ganz im Süden. Dort gibt es seit mehreren Jahren Kämpfe zwischen verschiedenen Gruppen.

Eine Gruppe sind die Huthis. Sie waren unzufrieden mit der Regierung des Landes und fühlten sich benachteiligt, erklärt die Jemen-Expertin Marie-Christine Heinze. Die Huthis versuchen, mit Gewalt die Macht im Land zu erlangen. Sie kämpfen gegen andere, die ihren Erfolg verhindern wollen. Zum Teil sind das auch die Anhänger des Präsidenten. Er war vor Kurzem aus dem Land geflohen.

Seit einigen Wochen hat sich das Nachbarland Saudi-Arabien in den Konflikt eingemischt. Es schickt Flugzeuge, die Bomben abwerfen. Die Angriffe werden von einigen Staaten in der Region unterstützt.

Für die Menschen im Jemen ist das alles schlimm. „Die Kämpfe finden häufig in Wohngebieten statt, dort wo Menschen leben“, sagt Rudi Tarneden von der Hilfsorganisation Unicef. Viele Unschuldige sind schon gestorben. Außerdem sind an vielen Orten die Stromversorgung und die Wasserversorgung zerstört. Wegen der Kämpfe wurden auch viele Schulen geschlossen. „Im Moment gibt es etwa eine Million Kinder, die nicht zur Schule gehen können“, berichtet Rudi Tarneden.

Dazu kommt: Der Jemen ist eines der ärmsten Länder der Welt. „Das Land war schon immer abhängig von Waren aus anderen Ländern“, sagt Marie-Christine Heinze. „Es produziert nicht genug, um die Bevölkerung zu versorgen.“ Die Kämpfe verhindern jetzt, dass genug Hilfe ins Land kommt. „Es gibt nicht genug Nahrung und nicht genug Benzin und Gas. Außerdem geht die Medizin aus.“ In den letzten Tagen haben aber einige Flugzeuge mit Hilfsgütern den Jemen erreicht. Im Gepäck hatten sie zum Beispiel Medikamente, Spritzen, Verbandszeug und Geräte, mit denen die Menschen mit Wasser versorgt werden können. „Die Hilfsgüter sind in der Hauptstadt entladen worden“, berichtet Rudi Tarneden. Jetzt werden sie im Land verteilt.

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