Hintergrund : Helden in Hosen

Asterix und Obelix kämpfen immer mit den Römern. Und während vieles in den Comics historisch nicht ganz echt ist, gab es wirklich Kämpfe zwischen Kelten und Römern. Zum Beispiel Vercingetorix: Er schaffte es, dass sich mehrere gallische Stämme verbündeten, um gemeinsam gegen die Römer zu kämpfen. Das war etwas Besonderes. Denn normalerweise arbeiteten die Stämme nicht zusammen. Zunächst waren Vercingetorix und seine Männer erfolgreich. Sie konnten die Römer besiegen. Doch diese ließen sich das nicht gefallen. Es kam zu einer weiteren Schlacht in einem Ort namens Alesia. Er liegt im heutigen Frankreich. Dort verloren die Gallier. Ihr Anführer Vercingetorix wurde gefangen genommen und nach Rom gebracht.
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Asterix und Obelix kämpfen immer mit den Römern. Und während vieles in den Comics historisch nicht ganz echt ist, gab es wirklich Kämpfe zwischen Kelten und Römern. Zum Beispiel Vercingetorix: Er schaffte es, dass sich mehrere gallische Stämme verbündeten, um gemeinsam gegen die Römer zu kämpfen. Das war etwas Besonderes. Denn normalerweise arbeiteten die Stämme nicht zusammen. Zunächst waren Vercingetorix und seine Männer erfolgreich. Sie konnten die Römer besiegen. Doch diese ließen sich das nicht gefallen. Es kam zu einer weiteren Schlacht in einem Ort namens Alesia. Er liegt im heutigen Frankreich. Dort verloren die Gallier. Ihr Anführer Vercingetorix wurde gefangen genommen und nach Rom gebracht.

Sie essen gern Wildschwein, verhauen die Römer und schlürfen den Zaubertrank: Asterix und Obelix kommen nun wieder ins Kino.

shz.de von
21. Februar 2015, 01:06 Uhr

Einer ist klein und schlau. Er trägt einen Helm mit lustigen Flügeln und hat einen Schnurrbart im Gesicht. Der andere ist groß und superstark. Er hat rote Zöpfe und einen kleinen Helm mit Hörnern. Schon erkannt, um wen es geht? Klar, Asterix und Obelix! Du kennst sie bestimmt aus Comic-Büchern oder aus Kinofilmen. Am Donnerstag startet der neue Film „Asterix im Land der Götter“.

Hätte es die beiden wirklich gegeben, dann hätten sie vor rund 2000 Jahren gelebt – in der Provinz Gallien. Dazu gehörte unter anderem das heutige Land Frankreich. Die Römer hatten die Gegend damals erobert.

Alle Menschen, die dort lebten, wurden von ihnen einfach nur Gallier genannt. Die Leute selbst nannten sich aber wohl nicht so. „Wir Forscher sagen, die Menschen in Gallien gehörten zu den Kelten“, sagt der Forscher Holger Wendling. Asterix und Obelix waren also in Wirklichkeit wohl Kelten. Aber mit denen ist das so eine Sache. „Denn DIE Kelten hat es so gar nicht gegeben“, erklärt der Forscher. Mit dem Begriff sind viele verschiedene Stämme und Gruppen gemeint.

Einige davon lebten zum Beispiel in Gallien. Jede Gruppe machte dabei ihr eigenes Ding. Trotzdem hatten diese Stämme bestimmte Sachen gemeinsam. Dazu gehörte die Kleidung.

Die Kelten geben den Forschern viele Rätsel auf. Doch sie fanden heraus: In Wirklichkeit hätten Asterix und Obelix anders gelebt. Zum Beispiel hätten sie wohl keine Wildschweine gejagt und verdrückt. „Viele Kelten waren Bauern. Sie lebten von der Landwirtschaft“, sagt Holger Wendling. Sie bauten also Getreide an und hielten Rinder, Ziegen oder Schafe.

Etwas ist aber doch wie im Comic: Die Männer trugen Hosen. „Und das war für die Römer etwas völlig Fremdes. Sie kannten keine Hosen“, verrät der Forscher. Die Römer selbst trugen meistens eine Toga. Das ist eine Art Wickel-Kleid. Manches war also wohl doch so wie in den lustigen Geschichten von Asterix und Obelix.

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