zur Navigation springen

Filmfest : Hana (10) vertritt ihren Onkel bei Filmfest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 15.Feb.2015 | 23:37 Uhr

Hana hatte am Sonnabend eine wichtige Aufgabe. Die Zehnjährige stand auf einer großen Bühne. Dort nahm das Mädchen einen Preis entgegen. Der Preis ist golden und sieht aus wie ein Bär. Er ist der wichtigste Preis eines großen Filmfestes in Berlin, der Berlinale.

Hana bekam den Preis nicht selbst. Sie holte ihn für ihren Onkel ab. Er ist ein Filmemacher aus dem Iran und heißt Jafar Panahi. Der Iran grenzt unter anderem an die Türkei und an den Irak. Im Iran bestimmt die Regierung, was etwa in Filmen gezeigt wird.

Jafar Panahi ist einer von mutigen Künstlern aus dem Iran. Er hat sich nie daran gehalten, nur Bilder zu zeigen, die erlaubt sind. Deshalb verbot man ihm zu arbeiten. Jafar Panahi drehte heimlich weiter. Auch seinen Film „Taxi“, der nun auf der Berlinale den Hauptpreis gewann.

Der Film wurde sogar aus dem Iran herausgeschmuggelt. Jafar Panahi selbst darf nicht aus dem Land ausreisen. Dafür stand nun seine Nichte auf der Bühne. Sie musste bei der Verleihung ein bisschen weinen. Aus Freude darüber, dass die Arbeit ihres Onkels so geehrt wurde. „Ich bin nicht in der Lage etwas zu sagen, ich bin zu ergriffen“, sagte sie.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen