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Kindernachrichten

23. Oktober 2017 | 19:09 Uhr

Tiere : Hallo, ich bin Oskar

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Sie haben acht Arme. Oktopoden wirken auf uns wie Ungeheuer von einem anderen Stern.

shz.de von
erstellt am 16.Sep.2015 | 10:15 Uhr

Oh, du bist aber arm dran! Du hast ja bloß vier Arme. Und zwei davon benutzt du nur als Beine zum Laufen, anstatt mit ihnen zu tasten und zu greifen. Da bin ich mit meinen acht Armen besser dran. Gestatten: Ich bin Oskar, der Oktopus. Ich wohne gut versteckt in den Tiefen der Meere. Ich erzähle dir jetzt ein paar Sachen über mich. Sie kommen dir wahrscheinlich ungewöhnlich vor.

Also, die acht Arme sind dir schon einmal aufgefallen. Aber was ist das denn für ein riesiger Zinken unter meinen Augen? Eine Nase ist das jedenfalls nicht. Das ist mein Mantel. Darin befinden sich meine Organe. Ein Gehirn zum Beispiel und auch drei Herzen. Ja, gleich drei! Durch die pumpt blaues Blut.

Ach so, ich bin wirbellos. Im Gegensatz zu dir habe ich keine Wirbelsäule und auch sonst keine Knochen. Bloß einen harten Schnabel aus Horn, mit dem ich jage und fresse.

An meinen Armen sind viele Saugnäpfe. Mit denen kann ich mich festhalten und zupacken. Natürlich benutze ich meine Arme auch zum Bewegen. Ich kann schwimmen und auf dem Boden krabbeln. Wenn's sein muss, auch an Land.

Menschen bekommen mich allerdings nur selten zu Gesicht. Denn ich bin etwas schüchtern und kann mich gut unsichtbar machen. Wenn ich ganz doll meine Muskeln anspanne, kann ich meine Farbe verändern. Ich passe mich einfach an den Meeresboden an und bin dadurch gut getarnt.

Oder aber ich schlüpfe in ein Versteck und verschließe den Eingang mit einem Stein oder einer Muschelschale. Wenn mir doch einmal jemand zu sehr auf den Keks geht, verspritze ich eine Ladung Tinte und schwimme schnell davon.

Vielleicht findet ihr Leute mich gerade deshalb so interessant. Weil ihr mich so rarmache. Oder aber, weil ich so unheimlich klug bin. Ich gelte als das cleverste Kerlchen unter den wirbellosen Tieren.

 

 

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