Günther Jauch putzt Stolpersteine

Die Steine sollen blitzen und blinken: Sie erinnern nämlich an die Opfer aus dem Nationalsozialismus.
Die Steine sollen blitzen und blinken: Sie erinnern nämlich an die Opfer aus dem Nationalsozialismus.

shz.de von
11. November 2013, 00:33 Uhr

So sieht man den bekannten Moderator Günther Jauch selten – auf dem Boden kniend, mit einem Lappen in der Hand.

Damit reinigte Günther Jauch am Wochenende auf einer Straße in Berlin Steine und zwar ganz besondere Steine: Sie schimmern golden zwischen den Pflastersteinen. Und sie heißen Stolpersteine.

Der Künstler Gunter Demnig hat sie vor bestimmten Häusern verlegt. Dort lebten früher Menschen, die dann den Nationalsozialisten zum Opfer fielen. Die Nationalsozialisten herrschten damals in Deutschland, zwischen 1933 bis 1945. Sie gingen gnadenlos gegen bestimmte Menschen vor – zum Beispiel gegen Juden oder Menschen mit Behinderung.

Die Nationalsozialisten und ihre Anhänger töteten viele Millionen Menschen. Die Stolpersteine sollen mit dafür sorgen, dass diese schlimmen Taten und ihre Opfer nicht vergessen werden. Deswegen putzten der Moderator Günther Jauch und andere Menschen am Sonnabend diese Steine. Damit sie glänzen und nicht übersehen werden.

Dass die Leute das ausgerechnet am Sonnabend taten, hatte auch einen Grund. Denn an dem Tag war es genau 75 Jahre her, dass die Nazis in Deutschland schlimme Verbrechen begingen. In der Nacht vom 9. zum 10. November 1938, der sogenannten Reichsprogromnacht, zerstörten und plünderten die Anhänger von Adolf Hitler und andere Leute Häuser, Gotteshäuser und Geschäfte von Juden.

Mehr als 1000 Menschen wurden damals getötet – in den Jahren danach wurden es noch viele Opfer mehr.

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