Politik : Gruppenarbeit für Politiker

Politiker verschiedener Parteien kamen am Sonntag zu Gesprächen zusammen. Denn die Parteien wollen prüfen, ob sie zusammen eine neue Regierung bilden wollen.
Politiker verschiedener Parteien kamen am Sonntag zu Gesprächen zusammen. Denn die Parteien wollen prüfen, ob sie zusammen eine neue Regierung bilden wollen.

Der Sonntag ist eigentlich ein Tag zum Ausruhen. Doch Deutschlands Parteien mussten gestern ziemlich viel arbeiten.

shz.de von
07. Januar 2018, 19:39 Uhr

Für viele Menschen ist der Sonntag ein Tag zum Ausruhen: Sie unternehmen etwas Schönes oder legen zu Hause die Füße hoch. Doch davon konnten einige Politiker in der Stadt Berlin gestern nur träumen. Für sie stand Arbeit an – und zwar wichtige!

Die Politiker wollen beraten, ob sie zusammen regieren können. Denn schon seit gut drei Monaten wird in Deutschland eine neue Regierung gesucht. Eine Regierung trifft wichtige Entscheidungen für den Staat. Etwa, wie man die Bildung in Deutschland verbessern kann. Und auch, ob die Bundeswehr mehr Geld bekommen soll.

Na, dann sollen die Politiker doch einfach losregieren, könnte man sagen! Doch das ist nicht so einfach: Die Politiker sind von verschiedenen Parteien. Sie haben zum Teil sehr unterschiedliche Ideen, wie es in Deutschland laufen soll.

Deshalb führen die Politiker der Parteien CDU, CSU und SPD nun erst mal Gespräche miteinander. Man nennt das Sondierungsgespräche. Sondieren bedeutet: etwas erkunden oder erforschen. Die Parteien erkunden, welche gemeinsamen Ziele sie haben könnten und bei welchen Themen sie noch verschiedener Meinung sind.

Die Gespräche erinnern dabei auch etwas an die Schule. Denn es gibt viel Gruppenarbeit. In den Gruppen reden die Politiker dann etwa über Themen wie Verkehr, Energie und Flüchtlinge.

Vor einigen Wochen hatten sich schon mal andere Parteien überlegt, gemeinsam zu regieren: CDU, CSU, die Grünen und die FDP. Einigen konnten sie sich aber nicht. Und sie redeten auch noch schlecht übereinander. Genau das wollen die Parteien CDU, CSU und SPD nun vermeiden! Deshalb haben sie vorher verabredet, dass nicht dauernd Informationen aus den Gesprächen an Reporter ausgeplaudert werden sollen.

Zudem will man nicht fies übereinander reden. Ob das klappt? Die Gespräche dauern jedenfalls bis Freitag.

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