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Buchtipp : Großer Erfolg und fieses Mobbing

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Über Nacht und ohne es zu wollen, werden Sasha und ihre Freundinnen Castingstars. Doch das ist gar nicht so lustig, wie gedacht.

shz.de von
erstellt am 11.Feb.2015 | 01:05 Uhr

Vier Mädchen treten als Band bei der Castingshow Killer Act auf. Die Juroren finden, eine passt nicht so richtig rein – „die Dicke“. Da entscheiden die dünnen drei mal eben, die Freundin rauszuschmeißen, damit sie weiterkommen. So sieht es für die Zuschauer von Killer Act aus.

Sasha, die die Geschichte im Buch „#rausmitderdicken“ erzählt, erlebt sie ganz anders. Sie macht mit ihren Freundinnen Rose, Nell und Jodie einfach nur gern Musik. Und die vier blödeln gern rum. Deshalb drehen sie Handy-Videos. Sie singen einen selbst komponierten Song, verkleiden sich und haben Spaß.

Aber dann wird Sashas Handy geklaut und eines der Videos erscheint in dem Wettbewerb Killer Act, der von einem sozialen Netzwerk veranstaltet wird. Das ist den vier Freundinnen erst peinlich. Doch dann stimmen immer mehr Leute für sie – und auch in ihrer Schule summen alle ihren Song.

Schließlich setzen sie sich gegen Hunderte anderer Bands durch und dürfen in der nächsten Runde des Wettbewerbs teilnehmen – der Online-Castingshow. Und da passiert es dann, dass die Juroren sie drängen, ohne Rose weiterzumachen.

Daraufhin bricht über die Band ein Shitstorm herein – nicht nur im sozialen Netzwerk, sondern auch im echten Leben werden sie von ihren Mitschülern gemobbt. Und irgendwann wird es auch Sasha klar: Das war kein Zufall. Die einstigen Freundinnen sollten bei Killer Act die Rolle der Zicken spielen, über die sich alle aufregen.

Wer schon mal eine Castingshow gesehen hat, wird die Typen, die hier geschaffen werden, wiedererkennen. Und dann macht man sich Gedanken, ob man mitmachen will bei dem Gelästere über die Kandidaten.

Sophia Bennett, „#rausmitderdicken“. Ab 12 Jahren. 416 Seiten. 15, 50 Euro. Verlag: Chicken House.

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