zur Navigation springen

Tiere : Glücksschweine gibt es auch im echten Leben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Forscher wollen wissen, was Tiere glücklich macht.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2013 | 14:30 Uhr

Schweine sind besondere Tiere. Das weiß Sandra Düpjan schon lange. Sie ist Wissenschaftlerin und erforscht seit vielen Jahren die rosafarbenen Vierbeiner. Vor allem interessiert sie, wie Schweine sich verhalten. Und was sie fühlen.

„Wir wollen herausfinden: Fühlen Schweine so etwas wie Glück oder Angst? Und wie kann man am besten merken, wie es Schweinen geht?“ Die Wissenschaftlerin hat sich dafür einen besonderen Test überlegt. Dafür musste Sandra Düpjan einigen Schweinen etwas beibringen. In einen besonderen Raum stellten die Forscher eine Kiste mit Futter. „Wenn man Schweinen etwas beibringen will, dann geht das mit Futter am besten. Wir belohnen sie zum Beispiel mit einem Klecks Apfelmus.“

Für ihren Versuch hat die Forscherin unter anderem ein paar Schweine einige Zeit allein in einem Stall warten lassen. Schweine sind nicht gern allein. Sie bekommen dann ein bisschen Angst. Die Forscher stellten in der Zeit die Futterbox direkt in die Mitte.

Sie wollten sehen: Laufen diese Schweine, denen es nicht so gut geht, trotzdem zur Box, weil sie Apfelmus erwarten? Oder lassen sie es bleiben? Die Forscher hatten sich nämlich überlegt: Wahrscheinlich wird nur ein zufriedenes Schwein die Futterbox untersuchen und mit einer Belohnung rechnen.

Doch die Schweine haben nicht so ganz mitgespielt bei dem Test. Sie liefen ziemlich sicher zur Box. „Wahrscheinlich fanden die Schweine diesen Test einfach zu gut. Das Alleinsein spielte deshalb vielleicht keine Rolle“, sagt Sandra Düpjan.

Die Forscherin will die Schweine und ihre Gefühle trotzdem weiter untersuchen. „Wir konnten mit anderen Untersuchungen ja zum Beispiel schon zeigen, wie wichtig es ist, dass sich Schweine im Stall wohlfühlen“, sagt sie. Die Tiere werden dann nicht so oft krank. Das ist auch für Bauern wichtig, die Schweine haben. Vielleicht werden sie sich dadurch in Zukunft noch mehr darum kümmern, dass sie möglichst viele Glücksschweine im Stall haben.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen