zur Navigation springen

Kinder- und Jugendbuchwochen : Geschichten wirklich erleben

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bücher und mehr: Bei den Kinder- und Jugendbuchwochen könnt ihr in Schleswig-Holsteins Büchereien Autoren treffen.

Mit einem Lesefest werden heute in Norderstedt die 30. Kinder- und Jugendbuchwochen eröffnet. Ab Montag geht es dann in ganz Schleswig-Holstein los: 40 Autoren werden an 80 Orten rund 300-mal Grund- bis Oberstufenschüler mit Lesungen, Poetry Slams und Theatervorstellungen für das Buch begeistern. Ulf Blanck, Autor der Reihe „Die drei Fragezeichen Kids“ ist einer von ihnen. Wir haben ihm ein paar Fragen gestellt.

 

Sie kommen eigentlich aus der Werbebranche und haben viel Radioerfahrung – wie sind Sie zum Erfinder der „Drei Fragezeichen Kids“ geworden?

Ulf Blanck: Als der Kosmos-Verlag nach einem Autor Ausschau hielt, ist er über viele Ecken auf mich aufmerksam geworden. Eine wichtige Rolle für mich spielt dabei auf jeden Fall meine langjährige Erfahrung als Zeltlager-Betreuer am Mözener See bei Bad Segeberg. Da habe ich auch früher schon gerne Abenteuergeschichten erfunden, aus denen dann in der Gruppe Spiele und Aktionsläufe entstanden sind.

Beschäftigen sich Kinder mit Krimis lieber als mit anderen Büchern?

Wichtig ist, dass sie ein Buch mitreißt. Das muss kein Krimi sein, er tut es aber leichter als andere Texte. Besonders ein Krimi wie die „???“ mit Zutaten wie Abenteuer, Rätsel, Teamgeist und Freundschaft.

Haben Sie als Kind selbst die originalen „???“-Bücher aus der Alfred-Hitchcock-Serie gelesen?

Die habe ich neben Klassikern wie Astrid Lindgren oder Erich Kästner auch gelesen. Besonders gefallen daran hat mir das Exotische – Kalifornien, Meer, Gefahr, Gruselkram. Es war ein Stück cooler, die „???“ zu lesen als andere Bücher. Damit bewies man: Man konnte das Muffensausen aushalten.

Die „Drei Fragezeichen Kids“ sind für etwas jüngere Leser als das Original, etwa ab acht Jahren. Wo liegt für Sie als Autor die Grusel-Grenze, ab der es zu unheimlich wird?

Grenzen gibt es bei körperlicher Gewalt, bei harten Drogensachen, bei Situationen in der Handlung, die nicht sofort wieder aufgelöst werden.

Testen Sie Ihre Geschichten an Ihren eigenen Kindern?

Ja, meine Kinder sind inzwischen zwölf und 15, und die lesen meine Manuskripte nach wie vor freiwillig.

Was lernen Sie aus deren Reaktionen?

Sie weisen mich auf ganz naheliegende Dinge hin, die ich vor lauter Konzentration auf die Konstruktion der Geschichte vergessen habe. Zum Beispiel, dass Justus, Peter und Bob mal wieder etwas zu essen oder zu trinken bekommen müssten. Oder bei einer längeren Tour vom Autor am besten gleich mit Rucksäcken ausgestattet werden sollten. Daran zeigt sich, dass Kinder es lieben, Geschichten wirklich zu erleben.

Was bedeutet das für Ihre Lesungen?

Sie sind grundsätzlich interaktiv, also auf Mitmachen angelegt. Mein Publikum löst mit mir den Fall.

 

zur Startseite

von
erstellt am 01.Nov.2013 | 00:36 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen