zur Navigation springen

Umwelt : Genmais: An dieser Pflanze wurde getrickst

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Politiker entscheiden über Eingriffe in die Natur.

Was haben Menschen mit einer Banane oder einem Floh gemeinsam? Sie alle haben in ihren Zellen Tausende von Genen. Gene sind Informations-Einheiten von Lebewesen. Sie bestimmen etwa, wie Lebewesen aussehen und welche Eigenschaften sie haben. Ob ein Mensch etwa braune Augen hat oder blaue.

Auch Pflanzen haben also Gene. Aber was ist gemeint, wenn von Gen-Pflanzen die Rede ist? Das sind Pflanzen, bei denen Experten Gene verändert haben. Das ist mithilfe bestimmter Techniken möglich. Man sagt:  Die Pflanze wurde gentechnisch verändert.

Das wird gemacht, weil man möchte, dass die Pflanze ganz besondere Eigenschaften hat – oder ganz besondere Eigenschaften nicht hat. Forscher wollen zum Beispiel mithilfe von Gentechnik Pflanzen züchten, denen Trockenheit nicht viel ausmacht. Sie hoffen, dass dann Bauern in Gebieten, in denen es wenig regnet, diese Pflanzen ernten können.

Trotzdem sind viele Menschen etwa in Deutschland gegen Gentechnik. Sie haben dafür verschiedene Gründe. Sie sagen zum Beispiel: Gentechnik gibt es noch nicht sehr lange. Deswegen sei noch nicht genug erforscht, ob eine Gefahr besteht. Ob Gentechnik zum Beispiel den Menschen krankmachen kann. Oder ob gentechnisch veränderte Pflanzen Folgen für die Natur haben. Deswegen gibt es in vielen Ländern strenge Regeln für den Anbau von Gen-Pflanzen.

Gestern haben wichtige Politiker aus Europa über eine besondere Gen-Pflanze gesprochen. Sie heißt Genmais 1507. Dieser Mais wurde so verändert, dass er giftig ist für einen besonderen Schädling, der gern Mais frisst – und die Ernte verdirbt. Dieser Genmais durfte bisher in Europa nicht angebaut werden. Das wird sich bald wohl ändern. Kritiker sind aber dagegen. Sie sagen auch: Das Gift von dem Genmais ist nicht nur für den Schädling schlecht – sondern auch für andere Insekten.

zur Startseite

von
erstellt am 12.Feb.2014 | 03:32 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Die Kommentare wurden für diesen Artikel deaktiviert