Arbeitswelt : Gemeinsam streiten

Einige Stunden protestieren statt arbeiten: So wollen Mitglieder von Gewerkschaften ihre Forderungen durchsetzen.
Foto:
Einige Stunden protestieren statt arbeiten: So wollen Mitglieder von Gewerkschaften ihre Forderungen durchsetzen.

Gewerkschaften versuchen, mit Warnstreiks die Bedingungen für Arbeitnehmer zu verbessern.

shz.de von
09. Januar 2018, 01:28 Uhr

Achtung, dies ist eine Warnung! Wenn du jetzt nicht aufpasst, verpasst du etwas! Klar, das Wort Warnung bedeutet: Es könnte gefährlich werden oder Ärger geben.

Daher kommt auch das Wort Warnstreik. Es ist in diesen Tagen öfter zu hören. Denn in einigen Firmen haben Gewerkschaften zum Warnstreik aufgerufen, also dazu, für einige Zeit nicht zu arbeiten. In Gewerkschaften schließen sich in der Regel Arbeitnehmer aus einer Berufsgruppe zusammen. Sie wollen zusammen etwas durchsetzen, zum Beispiel höhere Löhne oder bessere Arbeitszeiten.

Auf der anderen Seite stehen dann die Chefs. Die wollen meist etwas anderes. Dann muss verhandelt werden. Rund um solche Verhandlungen kommt es häufiger zu Warnstreiks. Denn damit wollen die Gewerkschaften den Chefs ihre Stärke zeigen.

Derzeit gibt es Warnstreiks in der Metall-Industrie. Dazu gehören etwa Unternehmen, die Autos herstellen. Die Gewerkschaften verlangen unter anderem mehr Geld für die Beschäftigten. Darüber werden Chefs und Gewerkschaften bald verhandeln.

Von diesen Gewerkschaften hört man oft

In Gewerkschaften schließen sich meist Leute zusammen, die zu einer Berufsgruppe gehören. Millionen Menschen in Deutschland sind Mitglied in so einer Organisation. Wir stellen dir hier die vier größten Gewerkschaften vor.

IG Metall: Sie ist die größte Gewerkschaft in Deutschland mit mehr als zwei Millionen Mitgliedern. Sie vertritt etwa Leute, die als Karosserie-Bauer, Klempner und Mechaniker arbeiten.

Verdi: Auch sie hat mehr als zwei Millionen Mitglieder aus sehr vielen unterschiedlichen Berufen. Denn als Verdi haben sich mal mehrere Gewerkschaften zusammengetan. Typische Berufe sind Pfleger, Busfahrerinnen, Friseurinnen, aber auch Reporter.

IG BCE: Die Abkürzung steht für Industrie-Gewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie. Hier sind zum Beispiel Feuerwehrleute Mitglied, die in einer Chemie-Fabrik arbeiten, Verpackerinnen und Baggerfahrer.

GEW: Der Name Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft lässt es schon erraten. Die Mitglieder arbeiten etwa in Schulen, Kitas und an Unis.

zur Startseite

Kommentare

Leserkommentare anzeigen