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Kindernachrichten

22. Oktober 2017 | 13:00 Uhr

Umwelt : Geflügelte Wind-Riesen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

An der norddeutschen Küste ragen gewaltige Windräder aus dem Wasser hervor. Sie produzieren Strom.

shz.de von
erstellt am 22.Nov.2015 | 18:42 Uhr

Zuerst sind sie nur klein und verschwommen zu erkennen. Dann fährt das Schiff näher heran, und ihre Größe wird sichtbar. „Die Windräder sind insgesamt rund 150 Meter hoch“, erklärt der Experte Knut Schulze. Zum Vergleich: Das ist etwa so hoch wie der Kölner Dom.

Knut Schulze arbeitet für ein Unternehmen, das 80 Windräder in der Nähe der Insel Helgoland betreibt (Foto). Sie stehen auf einer Fläche, die größer ist als sechs Fußballfelder.

Der Wind bläst hier, mitten auf der Nordsee, kräftig. Dadurch drehen sich die Flügel der Windräder sehr schnell. Fachleute nennen sie Rotorblätter.

Was man von außen nicht sieht: „Diese Rotorblätter treiben einen Generator an. Das ist ein Gerät, das oben am Mast in einem großen Kasten steckt“, erklärt der Experte. „Dieser Generator wiederum wandelt die Drehbewegung der Rotorblätter in Strom um.“

Bei den Windrädern muss aber niemand seine Muskeln anstrengen. Der Wind erledigt die Arbeit. An diesem Tag bläst er hier auf dem Meer so kräftig, dass das Reden draußen an Deck schwierig wird.

Der starke Wind ist für den Strom aber ideal. Denn je schneller sich die Rotorblätter drehen, desto mehr Strom kann entstehen.

Knut Schulze findet, dass ein Fleckchen in der Nordsee ein sehr guter Ort für die Stromproduktion ist. „Hier stören die Windräder am wenigsten“, sagt der Experte. „Und sie können den meisten Strom herstellen, denn hier ist mehr Wind als auf dem Festland.“

Trotzdem sehen einige Meeresschützer die vielen Windparks im Meer auch kritisch. Das gilt zum Beispiel für Kim Detloff vom Naturschutzbund Deutschland in Berlin. „Wenn die Windräder im Meeresboden verankert werden, macht das viel Lärm. Die Tiere unter Wasser werden dadurch sehr gestört, zum Beispiel Schweinswale“, sagt er. „Viele Tiere flüchten vor dem Krach und kommen nicht unbedingt zurück. Sie verlieren ihren Lebensraum.“ Außerdem könnten die Windräder für Vögel gefährlich werden, wenn sie dagegen fliegen.

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