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Musical : Fußballfieber auf der Bühne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Wir waren im Stage Theater Hamburg bei der Jubiläumsvorstellung von „Das Wunder von Bern“ dabei.

shz.de von
erstellt am 20.Nov.2015 | 18:44 Uhr

Der Raum war dunkel. Nur da, wo sich ein Schauspieler befand, war ein Lichtstrahl. Direkt vor der Bühne gibt es mehrere Sitzreihen. Und etwas weiter oben – da saßen wir.

Während der WM 1954 ist die ganze Stadt im Fußballfieber. Nur Matthias Vater fühlt sich fremd in seiner Heimat. Er ist aus russischer Kriegsgefangenschaft nach Hause gekommen und findet eine andere Heimat vor, als die, die er vor vielen Jahren verlassen hatte.

Die Hauptrolle spielt sein Sohn, der zwölfjährige Matthias. Er liebt Fußball. Doch in dem Musical „Das Wunder von Bern“ geht es nicht nur um die Fußball-Weltmeisterschaft im Jahr 1954, sondern viel eher um eine schwierige Vater-Sohn Beziehung.

Vor dem Spiel gibt es in der Nationalmannschaft etwas Zoff. Aber der verwandelt sich in kurzer Zeit in einen echten Teamgeist – und so schaffen es die deutschen Spieler dann auch bis ins Finale. Und dann, in der Nacht vor dem Endspiel, nimmt sich der Vater ein Herz und fährt mit Matthias nach Bern.

Das Fußballspiel war beeindruckend. Die Zuschauer schauten dem Ball hinterher und jubelten, wenn ein Tor fiel. Beim Endspiel laufen die Fußballspieler an Seilen gesichert die Wand hinauf. Auf die Wand sind das Fußballfeld und der Ball projiziert. Wie angeseilte Bergsteiger liefen die Spieler an der Wand.

Das Orchester und die Bühnenbilder schaffen es, die verschiedenen Stimmungen zu untermauern. Ich finde, die Schauspieler haben sehr gut gespielt und konnten ihre Gefühle gut ausgedrückt.

Manchmal hatte ich sogar den Eindruck, dass ich wirklich in Bern und in Essen bin und alles miterlebe. Als zum Beispiel Matthias Vater mit einem Aufzug unter die Erde gefahren ist, kam es mir so vor, als ob der Aufzug sich bewegt. Dabei wurden hinten an der Wand Bilder sehr schnell abgespielt.

Nach langen Standing Ovations verließen die Zuschauer mit einem Lächeln oder auch mit einer Träne im Auge das Musical.

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