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Kindernachrichten

15. Dezember 2017 | 21:25 Uhr

Fünf Freunde in Thailand

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Felsen, die durch die Luft sausen. Schlangen, die eingefangen werden: So sieht es bei Dreharbeiten zum neuen Freunde-Film in Asien aus.

shz.de von
erstellt am 30.Aug.2013 | 00:31 Uhr

George, Dick und Joe stehen an einer Schlucht und starren in den Abgrund. Sie müssen unbedingt auf die andere Seite. Aber über den Abgrund führt nur ein morscher Baumstamm. Dafür sind die Kinder zu schwer.

Da kann nur einer helfen. „Timmy, du bist unsere einzige Chance“, sagt George. Der Hund setzt die erste Tatze auf den morschen Stamm. Die Kinder halten den Atem an. Da ruft plötzlich ein Mann: „Schnitt! Das war schon gut, aber ihr müsst näher an den Abgrund.“ Wie bitte?!

Der Mann heißt Mike Marzuk. Er ist Filmemacher. Er filmt mit den Schauspielern gerade ein neues Abenteuer der „Fünf Freunde“. Der Film kommt im Januar ins Kino. Die Geschichte spielt auf einer exotischen Insel und im Dschungel. So etwas gibt es in Deutschland nicht. Deshalb wird der Film in Thailand in Asien gemacht.

Der Film ist zwar nur 90 Minuten lang. Aber die Schauspieler müssen den ganzen Sommer daran arbeiten. „Das ist anstrengend, weil es hier so heiß ist“, sagt Valeria Eisenbart. Sie kommt aus Berlin. Valeria spielt das Mädchen George. Justus Schlingensiepen aus München spielt Dick. Und Davina Weber aus Köln spielt das Mädchen Joe. In der Geschichte helfen die Freunde dem Joe dabei, dass ihr Dorf nicht abgerissen wird.

In den Pausen sitzen Valeria, Justus und Davina im Schatten. Dann kommt eine Frau mit Haarspray, um Valerias Frisur schön zu machen. Und sie tupft Justus mit einem Tuch den Schweiß von der Stirn. Glück haben an diesem Tag Quirin Oettl und Neele Marie Nickel. Die beiden spielen Julian und Anne in dem Film. An diesem Tag haben sie aber frei.

Die Klassenkameraden der Schauspieler haben jetzt Sommerferien. Aber das macht ihnen nichts aus. „Dies ist besser als Urlaub“, sagt Justus. „Das ist unser Hobby, und hier ist jeden Tag etwas los.“

Valeria, Justus und Davina sind schon seit 10 Uhr am Set. So nennen Schauspieler den Ort, wo der Film gerade gedreht wird. Da sind viele Kameras aufgebaut. Und große Scheinwerfer. Im fertigen Film sieht man die natürlich später nicht.

Dann ist die Pause vorbei und es soll eine besonders spannende Szene gedreht werden. „Mein Bruder braucht die Beeren, sonst stirbt er!“ – diesen Satz sagt Justus jetzt schon zum siebten Mal heute. Immer wieder wird die Szene neu gefilmt. Endlich ist Herr Marzuk mit allem zufrieden. „Wenn ich abends zum Hotel komme, lerne ich noch meinen Text für den nächsten Tag“, sagt Justus.

Gerade schnappt ein Helfer sich drei dicke Felsen und wirft sie auf die andere Seite der Schlucht. Bärenstark. Aber in Wirklichkeit sind das gar keine schweren Felsen. Sie sind aus Plastik und federleicht. So ist das am Drehort. Vieles ist nicht echt. Die Schlucht ist in Wirklichkeit nur einen Meter tief. Mike Marzuk benutzt später Computertricks, damit das im Film viel tiefer aussieht.

Und der Hund Timmy? Der heißt in Wirklichkeit Bobby. Marco Heyse ist sein Trainer. Bobby ist sehr clever. Manchmal muss er in einer bestimmten Filmszene bellen. Das macht er auf Kommando. Aber nur, wenn Marco ihm ein Zeichen gibt. Marco muss sich dabei immer verstecken, wenn die Kameras laufen. Er soll ja später im Film nicht zu sehen sein.

Abenteuer gibt es übrigens nicht nur im Film. Einmal ist am Set eine große Schlange aufgetaucht. Aber dafür gibt es extra einen Schlangenfänger. Der passt auf, dass Valeria und ihren Freunden nichts passiert.

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