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Menschenskinder : Früchtekuchen und Plastiktanne

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Weihnachten wird in vielen Ländern auf der Welt gefeiert. Maryam aus Pakistan erzählt uns als letzte von fünf Kindern aus aller Welt von ihrem Fest.

shz.de von
erstellt am 17.Dez.2015 | 18:58 Uhr

Maryam lebt in Islamabad. Das ist die Hauptstadt von Pakistan. Das Land liegt nordwestlich von Indien, etwa 5  000 Kilometer von Deutschland entfernt. Maryam ist 14 Jahre alt.

Sie erzählt: „Früher haben wir vor Weihnachten immer eine kleine Palme auf dem Markt gekauft und als Weihnachtsbaum geschmückt. Aber dann hat mein Opa eine Plastiktanne auf dem Basar gefunden. Basar sagen wir für Markt in meiner Sprache. Unsere Sprache heißt Urdu. Die Tanne ist toll. Sie ist so groß wie ich, und wir können sie jedes Jahr wieder aus dem Schrank holen.

Meine Schwester Jenny und ich schmücken sie. Wir haben elf Kugeln, Lametta und Lichterketten dafür. Meine Lieblingsdekoration ist der Plüsch-Weihnachtsmann, den wir unter den Baum setzen. Und an die Decke hängen wir eine große Kugel, die hat Lichter, die bunt leuchten, immer abwechselnd. Und sie dreht sich!

Weihnachten dauert bei uns eine Woche. Es fängt am 24. Dezember an. Am Abend gehen wir in die Kirche. Ich gehe sehr gerne in die Kirche. Danach legen wir die Geschenke füreinander unter den Baum. Ich kaufe jedes Jahr sehr viele Geschenke. Das muss ich, weil meine Familie groß ist. Ich weiß nicht, wie viele wir sind, aber ich habe acht Onkel.

Mein Vater bekommt eine Uhr. Sie hat 1  500 Rupien gekostet. So heißt unser Geld (das sind etwa 12 Euro). Dafür hab ich ziemlich lange gespart. Ich weiß noch nicht, was ich mir wünsche.

Normalerweise sagen wir Kinder unsere Wünsche unserer Mutter eine Woche vor Weihnachten. Die tut dann unsere Geschenke unter den Baum.

Die Geschenke machen wir dann am 25. Dezember morgens auf. Mein bestes Geschenk letztes Jahr war der pinke Lippenstift, den ich jetzt trage. Ich habe auch neue Schuhe bekommen.

Danach gehen wir Verwandte besuchen. Das machen wir jeden Tag bis Neujahr. Und das Beste ist: Alle haben Weihnachtskuchen zu Hause. Das ist mein Lieblingskuchen, voller Früchte und Nüsse. Leider gibt es ihn nur zu Weihnachten.“

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