Politik : Freude und Enttäuschung nach Wahl im Saarland

Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer jubelt nach ihrem Sieg.
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Ministerpräsidentin Annegret Kramp-Karrenbauer jubelt nach ihrem Sieg.

Zufriedene Wähler: Die alte Regierung in dem kleinen Bundesland ist auch die neue Regierung.

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28. März 2017, 01:33 Uhr

Die Gewinner jubeln und strecken die Hände vor Freude in die Luft. Die Verlierer schauen enttäuscht.

Diese Bilder konnte man nach der Wahl im Saarland sehen. In dem Bundesland hatten die Erwachsenen am Sonntag die Möglichkeit, ein neues Landesparlament zu wählen. Viele Bürger machten bei der Wahl mit. Mit ihrem Kreuzchen auf dem Wahlzettel entschieden sie, welche Parteien und Gruppen sie künftig im Parlament vertreten sollen.

Die allermeisten Stimmen bekam die Partei CDU. Das bedeutet: Sie darf die Regierung in dem Bundesland bilden. Die Vorsitzende der CDU im Saarland freute sich sehr über das Ergebnis. Sie heißt Annegret Kramp-Karrenbauer. Seit der letzten Wahl vor fünf Jahren ist sie die Chefin der Regierung im Saarland: die Ministerpräsidentin. Das will die Politikerin auch bleiben.

Allerdings reichen die Stimmen für die CDU nicht aus, um allein zu regieren. Die CDU braucht wieder einen Partner. Das war bisher die SPD. Die beiden Parteien werden nun verhandeln, wie sie gemeinsam weitermachen wollen.

Die SPD hat bei der Wahl die zweitmeisten Stimmen bekommen. Viele Fachleute hatten erwartet, dass das Ergebnis besser sein wird – oder die SPD sogar gewinnt. Das hat mit einem bestimmten SPD-Mann zu tun: Martin Schulz. Er will der neue Kanzler für Deutschland werden. Ob das klappt, entscheidet sich nach der Bundestagswahl im September.

Seit bekannt ist, dass Martin Schulz der Kanzlerkandidat der SPD ist, bekommen er und die SPD in Umfragen unter Erwachsenen gute Ergebnisse. Fachleute hatten gesagt, dass die Saarland-Wahl ein Stimmungstest ist. Und zwar für die Parlaments-Wahlen in anderen Bundesländern in diesem Jahr und für die Bundestagswahl.

Die CDU ist nun der Meinung: Wir können gegen Martin Schulz gewinnen! Bei der SPD sieht man das anders. Allerdings sagte ein wichtiger SPD-Politiker: „Wir müssen hart kämpfen, wenn wir die Bundestagswahl gewinnen wollen.“

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