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Mitmachen : Forschung rund ums Osternest

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eier sind spannender, als du denkst!

Er hoppelt durch die Gärten und versteckt dort Ostereier: der Osterhase. Wie Menschen auf die Idee mit dem eierbringenden Hasen kamen, wissen Fachleute nicht genau. Einige von ihnen vermuten: Der Hase passt gut zu Ostern, weil er ein Zeichen für viel neues Leben ist. Denn Hasen vermehren sich schnell. Besonders im Frühjahr vor dem Osterfest sieht man viele umherspringen. Außerdem bleiben die Tiere oft still sitzen. Das sieht so aus, als würden sie Eier legen.

Und das Ei? Auch das ist für Christen ein passendes Zeichen für neues Leben. Denn aus einem Ei schlüpft ja ein Lebewesen. Außerdem fasteten die Christen früher vor Ostern sehr streng. Sie verzichteten dabei auch auf Eier. Doch die Hühner legten natürlich weiter. Deshalb kochten die Menschen die Eier und hoben sie auf. Zum Osterfest gab und gibt es also jede Menge davon.

An Ostern ist also höchste Zeit, sich mal näher mit dem Ei zu beschäftigen. Martin Panusch, Physiker und Mitarbeiter des Flensburger Science Centers Phänomenta, hat einige Experimente für euch:

Das stabile Ei

Das Ei hat eine besonders stabile Form – sie hat aber auch aerodynamisch besondere Eigenschaften.
Versuch
Stelle ein hartgekochtes Ei in einen Eierbecher und einen zweiten Eierbecher dicht daneben. Jetzt kannst du das Ei nur durch kräftiges Pusten von dem einen Becher in den anderen Becher hüpfen lassen. Du musst dabei die Oberkante des Eierbechers anpusten und benötigt ein wenig Übung. Du kannst nun ausprobieren, mit welchen Gegenständen dieser Trick auch gelingt.

Erläuterung
Beim intensiven Pusten strömt die Luft über den Kopf des Eis. Dieser schnelle Luftstrom erzeugt einen aerodynamischen Auftrieb: Das Ei wird nach oben angehoben, so wie ein Flügel eines Flugzeuges durch den schnellen Luftstrom angehoben wird. Das Ei hebt sich und wird vom gleichen Luftstrom in den hinteren Eierbecher getrieben.

Das tanzende Ei

Du kannst Eier drehen wie einen Kreisel. Wenn das Ei roh ist, dann nimmt die Drehung schnell ab und das Ei dreht sich nur langsam und kommt schließlich zur Ruhe. Wenn das Ei hart gekocht ist, dann tänzelt es und stellt sich rotierend auf seine Spitze.
Versuch
Nimm ein hartgekochtes Ei und bring es zum Tanzen. Vergleiche es mit einem rohen Ei, das du versuchst zum Tanzen zu bringen.

Erläuterung
Im Inneren des rohen Ei ist eine Art natürliche Gleichgewichts-Vorrichtung, die dafür sorgt, dass der Eidotter immer ideal liegt. Bei der Drehung des rohen Eis bremst diese Vorrichtung die Rotation, ehe das Ei sich aufrichten kann.

Das stabile Ei

Die Eierschale schützt das Innere des Eis und besteht aus einer dünnen Kalkschicht. Auch wenn man die Schale leicht aufklopfen kann, ist sie trotzdem erstaunlich stabil.

Versuch 1
Halte ein rohes Ei zwischen Daumen und Mittelfinger an Ei-Spitze und Ei-Po und versuche, es zu zerdrücken.
Versuch 2
Halte das rohe Ei in der Hand und umschließe es mit allen Fingern und der Handfläche ganz gleichmäßig. Drücke dann mit allen Fingern gleichzeitig und gleich stark zu.

Versuch 3
Schneide zwei hartgekochtes Eier in der Mitte durch, und löffle sie aus, ohne die Schale zu beschädigen. Man kann drei leere halbe Schalen im Dreieck auf der Schnittkante aufstellen und kann dann ein Buch oben darauf legen, ohne dass die Schale zerbricht.

Erläuterung
Wenn du versuchst, das Ei nur mit den Händen zu zerdrücken, ist das sehr schwierig. Wenn es schon eine leichte Beschädigung hat oder du nicht gleichmäßig presst, zerbricht es leicht.

Die Form des Ei ist ähnlich einer länglichen Kugel und heißt Ovoid. Diese Form ist eine der stabilsten Formen die es gibt. Alle gleichmäßigen Kräfte, die auf diese Form einwirken, werden über einen sanften Bogen abgeleitet und können dem Ei nichts anhaben, solange das Ei keinen Schwachpunkt hat. Darum wird diese Form bei der Konstruktion von U-Booten, Flugzeugen und Tunneln verwendet.

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erstellt am 15.Apr.2017 | 01:42 Uhr

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