Raumfahrt : Forscher leben monatelang unter einer Kuppel

Während einer simulierten Marsmission auf Hawaii (USA) führte DLR-Wissenschaftlerin Lucie Poulet (r) auch geologische Experimente durch. Wenn die Forscher die Kuppel verließen, mussten sie Raumanzüge anziehen.
Während einer simulierten Marsmission auf Hawaii (USA) führte DLR-Wissenschaftlerin Lucie Poulet (r) auch geologische Experimente durch. Wenn die Forscher die Kuppel verließen, mussten sie Raumanzüge anziehen.

Wissenschaftler wollen herausfinden, wie es ist gemeinsam im Weltraum zu wohnen.

shz.de von
14. September 2014, 15:24 Uhr

Es ist der Traum vieler Forscher: eine Reise zum Mars. Das soll irgendwann einmal möglich sein. Bis es so weit ist, testen Wissenschaftler viele Dinge. Lucie Poulet aus Bremen hat dabei mitgemacht. Mit fünf anderen Forschern lebte sie mehrere Monate so ähnlich, wie man im Weltraum leben würde.

Mit dem Experiment wollen Wissenschaftler herausfinden, wie sich Menschen in so einer Situation verhalten und wie sie zusammenarbeiten. Dafür lebten die Teilnehmer größtenteils unter einer weißen Kuppel auf engstem Raum. Nun ist das Experiment auf der Insel Hawaii zu Ende. Lucie Poulet erzählt, wie es war. „Es hat gut geklappt“, sagt die Forscherin. „Wir waren wie eine Gruppe von Freunden.“ An viele Dinge musste sie sich aber auch gewöhnen. „Wir durften nur acht Minuten in der Woche duschen“, erzählt sie. „Darum haben wir nur alle zwei bis drei Tage geduscht.“ Die Kuppel durften die Wissenschaftler nur mit einem Raumanzug verlassen. Denn auf dem Mars könnte man sonst nicht überleben. „Darin zu laufen, war nicht ganz leicht“, erzählt die Forscherin.

Und was isst man auf dem Mars? „Zu Essen hatten wir gefrorenes Gemüse und Obst, aber auch Fleisch und Käse. Wir haben viele Rezepte ausprobiert. Wir haben sogar eigenes Brot mit einer Brotmaschine gemacht.“

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