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Kindernachrichten

11. Dezember 2017 | 18:43 Uhr

Fliegen können wie ein Vogel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Otto Lilienthal wollte vor mehr als 120 Jahren mit künstlichen Schwingen den Himmel erobern.

shz.de von
erstellt am 14.Okt.2013 | 00:34 Uhr

Schon immer haben Menschen in den Himmel geschaut und die Vögel beneidet. Wie die Tiere scheinbar mühelos der Schwerkraft trotzen. Kein Wunder also, dass ein berühmter Deutscher mit dem Namen Otto Lilienthal genau studierte, wie Störche am Himmel kreisen. Er beobachtete, wie junge Störche Wind und Strömung nutzten, um Kraft zu sparen und dahinzusegeln. Für Otto Lilienthal waren Vögel Flug-Profis, nach deren Vorbild er selbst Flug-Apparate baute. Mit einem Flügelpaar aus Bambus und Weidenruten, die er mit Baumwoll-Stoff bespannte. Er lenkte die Maschine mit seinem eigenen Körpergewicht. So wie Drachen-Flieger es noch heute tun. Seine ersten künstlichen Schwingen trugen Otto Lilienthal immerhin 25 Meter weit. Das war vor mehr als 120 Jahren eine echte Sensation.

Mit seinen Erfindungen war Otto Lilienthal so etwas wie der Vater des Segelfliegens. Andere mutige Erfinder nahmen seine Ideen und entwickelten sie weiter. Sie trafen sich im Rhön-Gebirge. Genauer gesagt auf der Wasserkuppe, dem höchsten Berg in Hessen. Dort wurde geübt, probiert und es wurden sogar Rekorde aufgestellt. „Die Wasserkuppe war ideal, um das Fliegen zu lernen“, sagt Experte Dag Peters. Er ist vom Segelflug-Museum direkt auf der Wasserkuppe. „Es wuchsen damals überhaupt keine Bäume, die das Starten oder Landen gefährlich gemacht hätten. So konnten Flug-Schüler an allen Hängen mit dem Aufwind üben.“ Alte Fotos zeigen zum Beispiel, wie die Leute damals mit ihren Flug-Maschinen die Hänge hinabgerannt sind. „Heute rennt niemand mehr einen Hang hinunter“, erklärt Dag Peters. „Man lässt sich in den Himmel ziehen, zum Beispiel mit einem Motor-Flugzeug.“ Die eigentliche Idee des Segelfliegens ist trotzdem die gleiche geblieben: Ein Segel-Flugzeug hält sich ganz ohne Motor in der Luft, weil es die Gesetze der Natur nutzt. Den Auftrieb der warmen Luft zum Beispiel. Eben wie die Vögel, die schon Otto Lilienthal so faszinierten.

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