Menschenskinder : Fatma und Sham leben auf der Hallig

Morgens fahren Fatma (2. von rechts) und ihre Schwester Sham mit Lene (links) und Leo Petersen (rechts) zur Halligschule und zur Kita.
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Morgens fahren Fatma (2. von rechts) und ihre Schwester Sham mit Lene (links) und Leo Petersen (rechts) zur Halligschule und zur Kita.

Mitten in der Nordsee haben Flüchtlinge aus Syrien ein neues Zuhause gefunden - und Freunde.

shz.de von
30. März 2016, 01:11 Uhr

  Fatma und Sham kommen immer besser zurecht. Dabei sind die beiden Mädchen erst ein paar Monate in Deutschland. Fatma ist sechs Jahre alt, Sham vier. Sie stammen aus dem Land Syrien. Doch dort herrscht seit mehreren Jahren Krieg. Deshalb entschieden sich ihre Eltern, zu flüchten.

In Deutschland ist die Familie an einem besonderen Ort untergekommen. Die Familie lebt auf einer Hallig. So nennt man Land in der Nordsee, das mehrmals im Jahr vom Meer überflutet wird. Die Häuser stehen deshalb auf Erdhügeln, auch Warften genannt.

Auf der Hallig Langeneß leben gerade einmal 100 Menschen. „Ich dachte, ich wäre am Ende der Welt angekommen“, erinnert Ahmed sich. Er ist der Vater von Fatma und Sham. Mittlerweile aber haben die Syrer sich an die neue Umgebung gewöhnt. Das liegt auch an Familie Petersen, die die Familie aufgenommen hat. Ahmed, seine Frau und die Kinder leben in dem Ferienhaus der Familie.

Die Petersens sprechen kein Arabisch, Ahmed und seine Familie kein Englisch. Deutsch lernen sie erst nach und nach. Fatma geht in die Schule, Sham in den Kindergarten. Ihre kleine Schwester Halasham ist dafür noch zu jung.

Mit den Kindern der Petersens klappt es beim Spielen schon ganz gut. „Wir reden einfach“, sagt Leo Petersen. Ansonsten verständigen sie sich mit den Händen.

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