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Tiere : Fara und Fu entdecken die Welt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Zwei verwaiste Fuchsbabys haben in Schleswig-Holstein ein neues Zuhause gefunden.

shz.de von
erstellt am 21.Apr.2016 | 01:34 Uhr

Winzig klein waren die Fuchsbabys Fu und Fara, als sie gefunden wurden. Der kleine Fu wog 280 Gramm und Fara nur wenig mehr, 285 Gramm. Das sind weniger als drei Tafeln Schokolade.

In einem alten Backhaus in Verden in Niedersachsen waren die beiden allein zurückgeblieben. Was aus den Fuchseltern geworden ist, weiß niemand. Doch glücklicherweise gelangten die beiden Tierbabys in gute Hände im Wildpark Eekholt in Schleswig-Holstein im Kreis Segeberg.

Erst im Wildpark öffnen die Kleinen die Augen

Ihre Augen waren noch geschlossen, als sie Ende März dort ankamen. Daran konnten die Wildhüter erkennen, wie jung sie sind. Denn Füchse öffnen nach rund zwei Wochen erstmals die Augen.

In der Natur bleiben die Kleinen einen Monat lang mit ihrer Familie im Bau, bevor sie überhaupt rausgehen. Dort werden sie von ihrer Mutter gesäugt. Im Wildpark füttern Tierpfleger Fu und Fara mit einer speziellen Aufzucht-Milch aus der Flasche. Die Fuchsbabys leben im Wohnbereich der Pfleger. „Die Betreuung ist ein Vollzeitjob“, erklärt der Tierpflegeleiter André Rose. Draußen könnten sich die Kleinen verlaufen und dann auskühlen.

Fara war das Sorgenkind

Die Aufzucht von so kleinen Tierbabys ist nicht leicht. Fara machte den Tierpflegern besonders viele Sorgen. Denn eine Zeit lang trank sie nicht genug. Dann verletzte sie sich auch noch bei einer Rangelei mit ihrem Bruder. Kleine Füchse können nämlich schon ganz schön wild sein. Doch nun geht es ihr glücklicherweise wieder gut.

Fara wiegt jetzt schon 725 Gramm, ihr Bruder Fu sogar 920 Gramm. Inzwischen bekommen die beiden schon etwas Fleisch zu den Mahlzeiten. Sie entwickeln sich zu richtigen Raufbolden, die auch schon ihre spitzen Milchzähne einsetzen. Da müssen die Betreuer aufpassen.

Ganz langsam werden sie nun an das Leben draußen gewöhnt. Sie tollen schon mal im Gras herum – aber nur in einem kleinen, abgetrennten Bereich, damit sie sich nicht verirren. Nach und nach werden sie etwa bis Ende Mai an das Freigelände gewöhnt, die Fuchs- und Dachsanlage, die sie dann erstmal ganz für sich haben werden, weil keine anderen Füchse und auch noch keine Dachse dort wohnen.
Aus scheuen Tierwaisen werden große Jäger

Wann man sie dort öfter sehen kann – da möchte André Rose noch nichts versprechen. „Der Fuchs ist scheu. Er hat seine Leute, die er kennt“, erklärt der Experte. Doch im Wildpark werden sich wohl auch Fu und Fara an die Besucher gewöhnen – und zeigen, dass auch aus kleinen Tierwaisen große Jäger werden.

 

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