Helfen : Essen für arme Leute

Viele helfen freiwillig bei der Tafel.
Viele helfen freiwillig bei der Tafel.

Die einen haben zu viel Lebensmittel, andere zu wenig – so entstanden die Tafeln.

shz.de von
04. November 2015, 01:37 Uhr

Sie holen sich eine warme Erbsensuppe, Äpfel oder einen heißen Tee. Jeden Tag stehen viele Leute in Deutschland Schlange bei den Tafeln. Das sind besondere Einrichtungen, die Essen an Menschen verteilen. Etwa an Leute, die keine Arbeit haben. Oder alte Menschen, die nur sehr wenig Geld haben.

Gerade sind es auch viele Flüchtlinge, die aus anderen Ländern zu uns gekommen sind. Oft kommen auch arme Familien mit   vielen   Kindern.   Sie    können es sich nicht leisten, für alle im Supermarkt einzukaufen oder essen zu gehen.

Die Mitarbeiter der Tafeln sammeln Essen, das sonst weggeschmissen würde. Damit kochen die Helfer warme Gerichte, schmieren Brote oder verteilen Lebensmittel an die Bedürftigen. Die Leute müssen nichts oder nur wenig dafür bezahlen.

Die Idee für die Tafeln in Deutschland hatten vor 20 Jahren einige Frauen in Berlin. Sie sagten sich: Läden und Restaurants schmeißen jeden Tag eine Menge Essen weg, obwohl es noch gut ist. Auf der anderen Seite gibt es aber Menschen, die nicht genügend Geld für Lebensmittel haben. Man müsste das Essen besser verteilen.

Inzwischen gibt es viele Hundert solcher Einrichtungen in Deutschland. Manche sehen die Sache mit den Tafeln aber auch kritisch. Sie sagen etwa: Eigentlich müsste jeder Mensch in Deutschland genug Geld verdienen oder vom Staat bekommen, damit er sich selbst ernähren kann. Dann wären die Tafeln gar nicht nötig.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen