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Interview : Er ist die Willi-Stimme

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Eigentlich ist Jan Delay als Musiker bekannt. Seine einzigartige Stimme hat er nun Willi, Biene-Majas Freund, geliehen.

Jan Delay leiht im neuen Biene-Maja-Film dem Willi seine Stimme. Die Kina-Reporter Luis, Johanna und Franzi haben den Musiker zu seiner Rolle befragt.

Haben Sie vorher schon mal synchronisiert oder geschauspielert?

Geschauspielert habe ich noch nicht, werde ich auch nie. Das macht mir keinen Spaß. Synchronisiert habe ich schon viel. Werde ich auch viel weitermachen, wenn ich darf.

Was gefällt Ihnen denn so am Synchronisieren?

Es macht einfach Spaß. Wenn ich sonst ins Studio gehe, denke ich die ganze Zeit nach, was ich für neue Musik machen will. Ich muss den anderen Musikern sagen, wie ich das haben will. Ich muss selber meine Raps machen und sehen, ob ich zufrieden bin. Wenn ich abends nach Hause gehe, denke ich weiter darüber nach. Ich werde es einfach nicht los.

Wenn ich aber synchronisiere, sagt mir jemand, was ich machen soll. Und wenn er zufrieden ist, machen wir Feierabend und ich kann nach Hause gehen.

Ist es nicht schwierig, so viel Text zu behalten?

Man spricht immer nur ein kurzes Stück. Ich spreche zum Beispiel so zwei Sätze, die Willi sagt. Wenn Biene Maja dann spricht, macht man wieder Pause und wenn Willi spricht fängt man wieder neu an.

Welche Szene im Film hat Ihnen am Besten gefallen?

Ich mag immer die, in denen es etwas ruhiger und besinnlicher wird. Es ist sonst alles so lustig und laut. Aber wenn es dann plötzlich ruhig ist und Willi traurig ist, macht es am meisten Spaß. Dann kann man mit seiner Stimme viel mehr über Emotionen machen.

Ist Willi Ihre Lieblingsfigur bei Biene Maja?

Definitiv! Wenn man mich das als Kind oder Jugendlicher gefragt hätte, hätte ich das auch schon so gesagt. Wenn mich jemand gefragt hätte „Hast du nicht Lust den Flip zu sprechen oder die Maja?“, hätte ich Nein gesagt. Wenn ich mitmache, muss ich der Willi sein.

Haben Sie Gemeinsamkeiten mit Willi?

Hm, ja so ein bisschen das Skeptische. Er ist ja auch ein kleiner Schisser und Neurotiker. Er hat mal hier und da ein Wehwehchen. Ich glaube, da sind schon ein paar Parallelen. Ich bin früher auch nie vorneweg gelaufen. Ich hab mir die Sache erst mal angeschaut, und wenn ich sie vertrauenswürdig fand, hab ich mitgemacht.

Sprechen Sie lieber böse oder gute Figuren?

Das ist eigentlich egal. Ich spreche gerne lustige, markante Figuren. Die vielleicht einen lustigen Akzent oder so eine Stimme wie ich haben. Das sticht dann heraus. Ob sie gut oder böse sind, ist egal. Bei „Ich einfach unverbesserlich“ habe ich ja einen Bösewicht gesprochen, den man aber auch irgendwie mag. Ein richtig Böser, wie Lord Voldemort aus Harry Potter – so: „Harry, ich komme, um dich zu holen!“ (alle lachen) – würde zu mir eher nicht so passen.

Gab es eine Szene im Film, die für Sie schwer zu sprechen war?

Ja, für einen Trailer musste ich Willi beatboxen lassen. Da gab es die Bilder schon und Willi hat ganz wild getanzt. Das war schon ganz schön schwierig, im gleichen Rhythmus wie die Beatbox Geräusche zu machen. Dafür hab ich am längsten gebraucht.

Danke für das nette Interview!

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