Menschen : Entspannen will gerlernt sein

Mindestens zweimal am Tag sollte einmal abgeschaltet werden: Da hilft zumeist schon eine entspannte Körperhaltung.
Mindestens zweimal am Tag sollte einmal abgeschaltet werden: Da hilft zumeist schon eine entspannte Körperhaltung.

Stress ist eine langanhaltende Lauer-Stellung des Körpers. Zu viel davon kann krank machen.

shz.de von
02. Februar 2017, 03:10 Uhr

Du hast kalte, feuchte Hände oder gehst bei jeder Kleinigkeit unter die Decke. Vielleicht bist du auch ganz zappelig und unaufmerksam. So fühlt sich Stress an. Und Stress kann krankmachen. „Man kann zum Beispiel Kopfschmerzen oder Bauchschmerzen davon bekommen“, sagt Kinder-Psychologin Ulrike Petermann. Damit dir das so schnell nicht passiert, solltest du dich möglichst ein bis zwei Mal pro Tag entspannen, rät die Expertin. „Das ist wie bei einem Computer – den muss man auch ab und zu mal runterfahren und neu starten, damit er gut funktioniert“, sagt Ulrike Petermann.

Experten sprechen beim Menschen von einem entspannten Wachzustand. „In diesem Zustand kann man zum Beispiel konzentrierter Hausaufgaben machen oder lernen“, sagt die Fachfrau. Aber wie soll das gehen? Viele entspannen sich schon beim Spielen oder wenn sie sich mit ihrem Hobby beschäftigen. Es gibt aber auch spezielle Entspannungs-Tricks.

Du kannst zum Beispiel Ruhe-Rituale ausprobieren. Dabei kannst du etwa ein paar Minuten aus dem Fenster schauen und Wolken beobachten, ruhige Musik hören oder einen kurzen Spaziergang machen. „Lesen kann auch entspannen – dabei taucht man nämlich in eine Fantasiewelt ab“, sagt Ulrike Petermann.

Vielleicht hast du auch Lust, eine richtige Entspannungs-Technik zu lernen. So eine Technik ist die Progressive Muskelentspannung. Dabei spannt man verschiedene Muskeln an und formt zum Beispiel mit der Hand eine Faust. Dann lässt man sie wieder locker. „Auf diese Weise merkt man den Unterschied zwischen Anspannung und Entspannung“, sagt die Expertin. Für die Muskelentspannung braucht man eine gute Anleitung. Du kannst sie zum Beispiel bei Entspannungskursen – etwa an der Volkshochschule - lernen. Wenn du ein richtiger Entspannungsprofi werden willst, kannst du auch autogenes Training ausprobieren. Man versetzt seinen Körper dabei mit bestimmten Gedanken in einen entspannten Zustand. Zum Beispiel sagt man sich: Meine Arme sind warm.

Diese Technik ist nicht ganz einfach. Du musst dich dafür sehr gut konzentrieren. Für Anfänger geht es leichter mit Fantasiereisen. Dafür gibt es extra Entspannungsgeschichten. Du kannst sie dir vorlesen lassen, auf CD hören oder selber vorlesen.

Mithilfe der Geschichten kannst du in deiner Fantasie über eine bunte Blumenwiese spazieren, in Unterwasserwelten abtauchen oder einen zauberhaften Winter-Wald entdecken.

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