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Politik : Einer soll für Ordnung sorgen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 25.Okt.2017 | 01:28 Uhr

Es ist ein bisschen wie am ersten Schultag an der weiterführenden Schule: Alle kommen nach den Sommerferien zum ersten Mal zusammen. Ein paar der Schüler kennt man noch aus der alten Schule. Aber viele Gesichter sind neu. So ähnlich muss es sich für die Politiker angefühlt haben, die sich gestern in der Stadt Berlin trafen.

Die Politiker und ihre Parteien wurden Ende September bei der Bundestagswahl gewählt. Jetzt kamen sie zur ersten Sitzung des neuen Bundestags zusammen. Dort sollen sie künftig unter anderem neue Gesetze beschließen. Einige der Politiker kennen das: Sie waren schon beim letzten Bundestag dabei. Für andere ist gerade vieles neu.

Im Bundestag sitzen diesmal mehr als 700 Politiker. Eine ganze Menge! Damit nicht alle durcheinander quatschen, muss jemand für Ordnung sorgen: der Bundestagspräsident. Er ist der Chef des Bundestags. Eine seiner Aufgaben ist es, die Sitzungen   des   Bundestags zu leiten.

Dabei muss der Bundestagspräsident zum Beispiel die Themen nennen, über die die Politiker an dem Tag sprechen wollen. Und er sagt den Politikern, wann wer dran ist und eine Rede halten darf. Außerdem vertritt der Bundestagspräsident den Bundestag nach außen. Das bedeutet etwa, dass er zu wichtigen   Anlässen eine Rede hält.

Wer der neue Bundestagspräsident wird, haben die Politiker im Bundestag entschieden. Sie stimmten für Wolfgang Schäuble. Der Mann ist 75 Jahre alt und hat viel Erfahrung in der Politik. Er war zum Beispiel schon Innenminister und Minister für Finanzen.

Wolfgang Schäuble sitzt im Rollstuhl. Vor vielen Jahren hatte ein verwirrter Mann auf ihn geschossen und ihn schwer verletzt. Damals zeigte Wolfgang Schäuble, dass er einen starken Willen hat. Er strengte sich sehr an, wieder arbeiten zu können. Schon nach kurzer Zeit war er zurück in der Politik. Dieser Wille hilft ihm jetzt sicher auch, um sich im Bundestag durchzusetzen.

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